Knapp 300 Menschen wurden am Freitag noch unter den Trümmern der Häuser vermisst, berichtete das Einsatzzentrum in der tibetischen Präfektur Yushu im Süden der Provinz Qinghai. "Die Überlebenschancen werden immer geringer - aber wir hoffen weiter auf ein Wunder", sagte Fu Yong, der Leiter einer Bergungseinheit nach Angaben der Nachrichtenagentur Xinhua.Durch das Erdbeben der Stärke 7,1 am Mittwochmorgen wurden knapp 11 500 Menschen verletzt, davon 1176 schwer. Rund 500 Verletzte wurden zur besseren Behandlung in die 800 Kilometer entfernt gelegene Provinzhauptstadt Xinjing gebracht, berichtete Xinhua. Die Hilfslieferungen in das weit abgelegene Erdbebengebiet im tibetischen Hochland sind angelaufen. Doch fehlt es an Zelten, Nahrung, Trinkwasser, warmer Kleidung und medizinischer Versorgung.Tausende Obdachlose müssen die Nächte bei eisigen Temperaturen im Freien verbringen. Das kalte Wetter, häufige Nachbeben und die unter den Rettungskräften verbreitete Höhenkrankheit erschwerten die Bergungsarbeiten. Die Präfektur liegt auf 4000 Meter Höhe, wo der Sauerstoff knapp ist. Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao setzte am Freitag seinen Besuch im Katastrophengebiet fort. dpa/pb