Ich betone aus ihrer Sicht, denn für sie ist es die Herausforderung. Was aber für die Region keine seine muss.

Es wird damit kein Wirtschaftsfaktor geschaffen mit Arbeitsplätzen. Auch die Einkommen der Einwohner der Region bleiben weiter die Tiefsten in der Bundesrepublik. Die über 3000 Auspendler werden nicht geringer. ( )

So gesehen sind dann z. B. die Städte Elsterwerda und Bad Liebenwerda im Biosphärenreservat gelegen, welche Konsequenzen ergeben sich daraus? Nehmen wir einmal an, es gibt einen Investor, der auf der Landkarte dieses Mittelzentrum entdeckt. Er gibt seinen Leuten den Auftrag: Checkt doch mal die Bedingungen dort ab. Dabei stößt man auf die Lage in einem Biosphärenreservat. Schon ist alles vorbei, denn sie wissen damit sind viele aufwändige und teure Auflagen verbunden. Vielleicht schafft man damit auch ein Mittelzentrum ab? (Glücksfall für das Land, man spart Fördermittel.) Das ist aber sicherlich noch nicht alles, welche Konsequenzen hat es für die Land- und Forstwirtschaft? Auch diese müssen ganz deutlich hinterfragt werden.

Weiterhin werden Einwohner um ihre eventuelle Chance gebracht z. B. ihre Grundstücke gewinnbringend zu vermarkten sei es als Bauland oder als Standort für erneuerbare Energien und dies gilt auch für Kommunen.

Die Biosphärenreservatsverwaltung wird bei jeder Bauabsicht, bei jeder örtlichen Satzung und bei vielen anderen Dingen stets mit in der Stellungnahme als Interessenvertreter öffentlicher Belange auftreten. Vorhaben der Biosphärenverwaltung können weder durch Stadtverordnetenversammlungen noch durch Gemeindevertretungen aufgehalten werden, sie dürfen anhören, sie können sich dagegen aussprechen – aber man braucht nicht auf sie zu hören. Wollen wir unsere Defizite der Regionalentwicklung unter den Deckmantel Naturschutz stecken sind wir auf den richtigen Weg.