Als Gast berichtete der Präsident des Brandenburgischen Städte- und Gemeindebundes, Werner Große, über die Arbeit der Enquetekommission zur geplanten Gemeindegebietsreform. Ausgehend von den Erfahrungen der Gebietsreform von 2001 würden tiefgreifende Recherchen und Gutachten ausgewertet werden, so Große.

Ziel sei keine schnelle und übergestülpte Reform, sondern auf Freiwilligkeit basierende Zusammenschlüsse. Die von der Landesregierung dafür unterbreiteten Anreize würden nicht als ausreichend betrachtet werden. In der Diskussion kam mehrfach die Sorge zum Ausdruck, ob Gemeindegebietsreformen überhaupt kostensenkend wirken, wenn andererseits kommunale Aufwendungen größer werden. In der Mitgliederversammlung wurde die Sorge laut, dass die Bevölkerung bei einer weiteren Konzentration von Verwaltungen vor allem in den ländlichen Gebieten weitere Wege auf sich nehmen müssten und der Staat als Dienstleister mehr und mehr verloren gehe.

Die Mitgliederversammlung verständigte sich laut Presseinformation auf diese Arbeitsschwerpunkte für die nächste Zeit: Novellierung der Amtsordnung zur effektiveren Arbeit der Ämter sowie den Hochwasserschutz als zentrale Aufgabe angehen.