November 1941 das Leben des Schauspielers in einer Familientragödie.

Joachim Gottschalk wurde am 10. April 1904 als fünftes Kind des Kreisarztes Dr. Otto Gottschalk in Calau geboren. In seiner Heimatstadt eingeschult, besuchte er bald das Cottbuser Friedrich-Wilhelm-Gymnasium. Als dieses 1920 seinen 100. Geburtstag feierte, stand der junge Calauer in einer Antigone-Festaufführung auf der Bühne. Er begeisterte sich für das Theater. Allerdings entschloss er sich nach dem Abitur, wohl aus finanziellen Gründen, zur See zu fahren. 1926 kehrte er nach Cottbus zurück und wurde Schauspielschüler. Er eroberte Bühnen in der Provinz, dann die in großen Städten und schließlich die Leinwände der Ufa. 1931 heiratete er seine jüdische Kollegin Meta Wolff. Nach der Machtergreifung der Nazis bekam sie Berufsverbot. Joachim Gottschalk konnte nur unter Geheimhaltung der familiären Situation seine Schauspielkarriere fortführen. Doch die Nazis trieben ihn in die Enge.

Als Joachim Gottschalk keinen Ausweg mehr sah, gingen er und seine Frau Meta gemeinsam mit dem Sohn Michael am 6. November 1941 in ihrer Wohnung in Berlin-Grunewald still in den Tod. Das Grab der Familie, seit 1999 Ehrengrab der Stadt Berlin, befindet sich auf dem Südwestfriedhof Stahnsdorf.