Der Lübbener Hans Joachim Wüstenhagen ist beharrlich. "Ich hoffe, dass ich Sie für die Einführung der Altkreiskennzeichen begeistern konnte" - so schrieb er im November 2012 an Landrat Stefan Loge (SPD). Auch wenn dieser damals antwortete, dass aus seiner Sicht die Wiedereinführung der Altkennzeichen entbehrlich sei, und der Landkreis keinen Antrag beim Verkehrsministerium stellte, will Wüstenhagen die Hoffnung noch nicht aufgeben. Denn wie das Ministerium bestätigt, können auch zu einem späteren Zeitpunkt noch Anträge gestellt werden.

"Wenn es aus den Kommunen entsprechende Hinweise gibt, dann werden wir es in LDS auch unterstützen", sagt Landrat Loge. Als Ende des vergangenen Jahres die Anfrage vom Ministerium kam und diese zu den Kommunen weitergereicht wurde, habe es nicht einmal ein "Jein" zur Einführung der Altkennzeichen gegeben. "Das war kein Thema", stellt Loge fest. "Ich sehe es so, dass wir als Landkreis LDS zusammengewachsen sind." Persönlich freue er sich, wenn er das Kennzeichen auf Reisen entdecke und manchmal so mit den Leuten ins Gespräch komme.

Lübbens Bürgermeister Lothar Bretterbauer (CDU) hat über die Informationen vom Städte- und Gemeindebund die Diskussion verfolgt. "Ich fand es schade, als das LN weg war und würde es begrüßen, wenn es wieder als Kennzeichen möglich ist", sagt er. Luckaus Bürgermeister Gerald Lehmann (parteilos) will in der kommenden Woche mit den Fraktionsvorsitzenden das Thema besprechen, da ihn ebenfalls Bürgeranfragen erreicht haben. "Ich bin Lokalpatriot und fühle mich mit dem Kennzeichen LDS-LC gut", sagt er.

Sein Amtskollege Werner Suchner (parteilos) aus Calau sieht den Bürgerwillen und freut sich, dass CA wieder kennzeichentauglich werden kann. Der Finsterwalder Bürgermeister Jörg Gampe sagt: "Ich bin von den Einwohnern immer wieder angesprochen worden, dass bei ihnen nach wie vor der Wunsch nach dem alten Kennzeichen FI besteht. Als sich die Möglichkeit der Wiedereinführung eröffnete, habe ich den Wunsch aufgegriffen und den Antrag gestellt."