Peter Stephan, Gründungsmitglied des Fördervereins Slawenburg Raddusch - Betreiber der Burg - gibt seinen Vorsitz nach zehn Jahren auf. Mit ihm verlässt auch Thomas Worms, der Mann der Zahlen, wie ihn Geschäftsführerin Harriet Bönisch nennt, den Vorstand. Heinrich Michael Clausing vom Hotel "Zur Bleiche" in Burg und Jens Lingel, freier Mitarbeiter im Lohnsteuerhilfeverein, haben das Zepter übernommen. Über den künftigen Vorsitz ist noch nicht entschieden.

Zerwürfnisse im Verein werden hinter verschlossenen Türen diskutiert. Fehlende Popularität des Burgwalls und sinkende Besucherzahlen werden beklagt. Das zu ändern, ist Aufgabe des neu aufgestellten Vereins. In den nunmehr zehn Jahren des Bestehens haben sich rund 650 000 Besucher die Slawenburg mit der Ausstellung Archäologie in der Niederlausitz angesehen. Ist die Burg letztlich doch Symbol für alle in der Niederlausitz durch den Tagebau verschwundenen Bodendenkmale. Ein Grund mehr, so Thomas Worms bei der Vorstellung der 2013er-Bilanz, die erfolgreiche Museumspädagogik mit ihren verlässlichen Angeboten zu entwickeln und stärker als bisher für die Burg zu werben. Während die Internationale Bauausstellung (IBA) das seinerzeit begleitet hatte, versage die Regierung bei der nachhaltigen Vermarktung der Projekte ganz, so Peter Stephan. Das Veranstaltungsmanagement müsse verbessert werden, die Vorstellungen zur Gestaltung der Innen- und Außenanlagen der Burg seien umzusetzen. Dass Radwege und See von der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) gesperrt sind, dürfe kein Grund sein, Ideen für die Zukunft zu den Akten zu legen. Besser als bisher müsse es gelingen, Besucher aus Berlin, Leipzig, Dresden und aus Polen für die Slawenburg zu interessieren.