Ihre Pflege und Erhaltung sind wichtige Aufgaben im Biosphärenreservat. Vor Kurzem sind 200 neue Flatter-Ulmen und Eichen gesetzt worden. Am Dienstag hat die Pflanzaktion ihren Abschluss gefunden .

Mit roten Gummistiefeln an den Füßen, grauem Umhang und einer roter Zipfelmütze auf dem Kopf schwingen die Burger „Spreewald-Lutkis“ Tabea und Paula tatkräftig einen Spaten. Vorsichtig schaufeln die beiden Mädchen Erde auf die Wurzeln der Flatter-Ulme und klopfen diese dann fest. Zufrieden betrachten sie ihr vollbrachtes Werk. Und auch Eugen Nowak, Leiter des Unesco-Biosphärenreservates Spreewald, ist stolz auf die Hilfe der beiden „Spreewald-Lutkis“.

Die Veranstaltung am Dienstag am Burger Fließ am Nachtigallenweg ist der Abschluss einer Pflanzaktion gewesen, bei der vor Kurzem 200 neue Bäume gesetzt worden sind. Die Flatter-Ulmen und Eichen sind nach Angaben von Eugen Nowak im Auftrag des Biosphärenreservates Spreewald in den Uferbereichen der Spree gepflanzt worden. „Diese Baumarten sind weniger anfällig gegen Krankheiten als Erlen und Eschen. Diese leiden oft unter Pilzbefall“, erklärt der Leiter des Bioshärenreservates. In den vergangenen Jahren seien 400 kranke Bäume gefällt worden. Mit der Pflanzung werde der Baumbestand an einigen Burger Fließen wieder verjüngt und komplettiert, betont Nowak. Die Pflanzung setzt nach Angaben des Leiters des Biosphärenreservates auch ein Zeichen für eine nachhaltige Entwicklung der Spreewaldlandschaft.

Prominente Unterstützung beim Pflanzen der Flatter-Ulmen und Eichen haben die Zwerge der Burger Gesundheitskindertagesstätte von Brandenburgs Umwelt staatssekretär Daniel Rühmkorf erhalten. Damit leiste das Land einen Beitrag zum Erhalt der Kulturlandschaft und der Artenvielfalt im Spreewald, betont Rühmkorf.

Die Baumreihen und Gehölze an den Fließen im Spreewald sind unverzichtbarer Bestandteil der traditionellen Kulturlandschaft. Mit dem Pflanzen heimischer Baumarten soll der Bestand an den Flussarmen langfristig stabilisiert werden. Denn die Baumreihen an den Wasserläufen geben der Siedlung Burg mit vielen vereinzelt stehenden Gehöften ihr parkartiges Gepräge. Sie bieten darüber hinaus auch Lebensräume für geschützte Arten wie Rotmilan, Beutelmeise, Pirol, Specht und Wasserfledermaus. Ihre Pflege und Erhaltung sind wichtige Aufgaben im Biosphärenreservat .