Die neue Schule soll nach Auffassung des Gremiums „eine bessere Koordinierung der Bildungs- und Erziehungsarbeit durchgängig von der ersten bis zur zehnten Klasse ermöglichen“. Laut Amtsdirektor und Schulverbandsvorsteher Ulrich Noack setzt die Entscheidung „ein Zeichen für hohe Qualität der Bildung im ländlichen Raum“.

Die Schule soll nur noch an einem Standort, in der Burger Bahnhofstraße 10, angesiedelt sein. Derzeit werden die ersten und zweiten Klassen der Grundschule noch in Werben unterrichtet. Mit Ende des Schuljahres 2011/2012 soll dieser Standort geschlossen werden. Das haben die Mitglieder der Verbandsversammlung ebenso beschlossen wie die Auflösung der Spreewald-Grundschule und der Theodor-Fontane-Oberschule Burg.

Bei den beiden letzteren Entscheidungen handelt es sich nach den Worten von Hauptamtsleiter Christoph Neumann um eine reine Formalie, ohne die aber die Errichtung einer Grund- und Oberschule nicht möglich ist.

Für die Konzentration aller Klassen am Standort Bahnhofstraße in Burg sprechen die dort durch Baumaßnahmen erreichten guten materiellen Rahmenbedingungen. So sei der Gebäudekomplex in den vergangenen fünf Jahren durch Investitionen in Höhe von 4,7 Millionen Euro und durch Unterhaltungsmaßnahmen in Höhe von 226 000 Euro deutlich aufgewertet worden. Zuletzt wurden das Kinder- und Lernhaus „Lipa“ mit Klassen- und Horträumen, ein modernes Mehrzweckgebäude mit Lehrküche und Aula sowie ein Pavillon mit Schülerwerkstatt errichtet sowie der Schulhof neu gestaltet.

Für die Eltern sei an der neuen Schulform besonders wichtig, „dass möglichst viele Schüler im gleichen Klassenverband weiterlernen können“, sagte Angelika Miesler, Vertreterin der Gemeinde Guhrow im Schulverband. Außerdem sei eine Grund- und Oberschule weniger gefährdet als eine alleinige Oberschule.

„Mit unserer Entscheidung haben wir viel getan für den Bestand der Schule“, fasste dann auch Ulrich Noack die Entscheidung der abendlichen Sitzung zusammen.

Der Schulverband sieht nach eigenem Bekunden im künftigen Schulzentrum unter anderem folgende weitere Vorteile:

Der Wechsel von einer Schulform in die andere wird erleichtert.

Projekte können nach Klasse 6 weitergeführt werden.

Oberschullehrer können auf den Rat der Grundschullehrer zurückgreifen.

Vertrauenslehrer müssen nicht gewechselt werden.

Ältere Schüler können als Mentor für jüngere Schüler eintreten.