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| 01:38 Uhr

Bundesrichter erlauben Zahnarztvergleich im Internet

Karlsruhe. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat den Preisvergleich für kostenpflichtige Zahnarztleistungen im Internet erlaubt. Es sei nicht zu beanstanden, wenn Patienten auf Internetportalen den von ihrem Zahnarzt erstellten Heil- und Kostenplan einstellen und andere Zahnärzte günstigere Angebote abgeben.

(Az.: I ZR 55/08). Das stelle kein wettbewerbswidriges Verhalten dar. Damit kann die Internet-Preisvergleichsplattform "2te-zahnarztmeinung.de" ihr Geschäftsmodell weiter betreiben. Dort können Patienten den von ihrem Zahnarzt erstellten Heil- und Kostenplan - so für das Einsetzen einer Krone - veröffentlichen.

Andere Zahnärzte können daraufhin ihre Angebote abgeben. Entscheidet sich der Patient für eine günstigere Behandlung, zahlt der ausgesuchte Zahnarzt an den Portalbetreiber 20 Prozent des mit dem Patienten vereinbarten Honorars. Nach der Behandlung können die Patienten den Zahnarzt bewerten und mitteilen, ob er sich an die Kostenschätzung gehalten hat.

Zwei Zahnärzte aus Bayern hatten gegen das Internetportal geklagt. Es widerspreche der Berufsordnung der bayerischen Zahnärzte, dass Kollegen sie mit günstigeren Angeboten aus ihrer Behandlungstätigkeit verdrängen. Der BGH stellte jedoch klar, dass die Internetseite den Interessen der Patienten diene.

epd/gzn