Nach einiger Zeit unter Lufteinwirkung setzt eine erhebliche Braunfärbung ein", berichtet Astrid Hirsch. Die Probleme setzten im Frühsommer nach Inbetriebnahme des neuen Wasserwerkes Drewitz II ein, das eine Altanlage im Tagebau Jänschwalde ersetzte. "Die Ursachen sind noch nicht geklärt", erläuterte Frank Otto, Geschäftsführer der Gesellschaft für Wasserver- und Abwasserentsorgung Peitz. Ob sie von Eisenpartikeln im Wasser oder Rückständen im Leitungsnetz stammen, müsse noch geklärt werden. Otto kündigte für das Frühjahr eine Spülung des Trinkwassernetzes in Tauer an.

"Das Grundwasser ist sehr alt und wird aus 100 Meter Tiefe gefördert, bei anderen Wasserwerken sind es nur 40 Meter", sagte Ingolf Arnold, der Leiter der Geotechnik bei Vattenfall. "Die lange dunkle Lagerung unter Luftabschluss sorgt für eine gute Qualität. Es hat nur einen Härtegrad von 4,8 statt zuvor 22."

Bei der Aufbereitung bleibt es weitgehend naturbelassen, es wird möglichst wenig Chemie eingesetzt. Der Eisengehalt beträgt weniger als ein Drittel des zulässigen Wertes, liege aber als kleine Teilchen vor. Diese könnten nicht herausgefiltert werden. Möglich wäre nur eine chemische Behandlung. Ingolf Arnold versprach, dass Vattenfall auf eigene Kosten zusätzliche Reinigung- und Aufbereitungsmodule installieren werde, wenn die Netzspülung nicht helfen.