Im März mussten die Welzower Kameraden zu sieben Löscheinsätzen ausrücken. 19 hatte es im ganzen Spree-Neiße-Kreisgebiet gegeben.

„Die Brandgefahr wächst im Frühjahr naturgemäߓ, erklärt Wolfhard Kätzmer. Die grundwasserfernen, sandigen Böden der Lausitz können das Wasser der Schneeschmelze nicht lange speichern. Die Region ist zudem niederschlagsarm. Die Vegetation lag in diesem Winter sehr lange unter einer dicken Schneedecke, die das Altgras nach unten gedrückt hat. Das frische Grün, das die Ausbreitung von Feuer hemmt, kommt jetzt hoch. Die Brandgefahr nehme damit auch wieder ab. Dass die Feuerwehren im März und April verstärkt ausrücken müssen, sei für die Jahreszeit normal. Nur die Häufigkeit der Alarmierungen um Welzow ist es nicht.

Die Kameraden der Stadt haben allein in den ersten drei Monaten dieses Jahres schon etwa 30 Einsätze gehabt, bestätigt Stadtbrandmeister Bernd Aßmus. Die Kräfte seien zu vielen technischen Hilfeleistungen, aber auch zum Feuerlöschen gerufen worden. Vor allem in der Nähe des Flugplatzes habe es immer wieder gebrannt.

„Früher oder später wird jeder Brandstifter geschnappt“, zeigt sich der Welzower Stadtbrandmeister sicher. Das dritte Jahr werde nun im Raum Welzow, Neupetershain, Großräschen und Altdöbern gezündelt. Im Jahr 2008 waren für 50 aller Einsätze Brandstiftungen ursächlich. Im vergangenen Jahr sei es nicht ganz so dramatisch, trotzdem aber heftig gewesen.

„Die Bevölkerung ist zum Glück aufmerksam“, stellt Aßmus fest. Bisher seien die Brände frühzeitig entdeckt und meist noch vor den Waldbrandkameras des Landesbetriebes Forst von Bürgern an die Leitstelle Lausitz in Cottbus gemeldet worden. „So sind wir immer recht schnell vor Ort gewesen“, erzählt der Feuerwehrmann. Die Brandherde hätten gelöscht werden können, ehe die Feuer „weglaufen konnten“,wie die Kameraden sagen.

Auch der Kreisbrandmeister in Forst lobt die verantwortungsbewussten Bürger. „Die Brandherde waren aufgrund der schnellen Meldungen beim Eintreffen der Wehren meist noch so klein, dass die Kameraden hervorragende Löschbedingungen hatten“, so Kätzmer. Materielle Schäden und vor allem Gefahren für Leib und Leben von Menschen hätten dadurch gering gehalten werden können. „Ich bin zudem sehr froh über das Verständnis der Arbeitgeber der Kameraden, die oft zum Einsatz gerufen und dort dringend gebraucht werden“, sagt Kreisbrandmeister Wolfhard Kätzmer. Für die Unterstützung der Unternehmen ist auch Stadt-Feuerwehrchef Bernd Aßmus dankbar. Zur Schwachstelle der Brandbekämpfung drohe inzwischen zu werden, dass qualifizierte Kraftfahrer und Maschinisten für Löschfahrzeuge über 7,5 Tonnen rar würden.Video-Nachrichten zum Artikel bc_widget_single({'token':'Yv5Hi9hkfha42V_EyX-LerBxuXGTwWeLQ1A2Qf6PrK0.', 'width':450, 'postfix':'', 'videoIds':[79549185001], 'dir': 'http://www.lr-online.de/mediacenter/videos/', 'playerIds':[21313753001]});