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| 01:39 Uhr

Brand im Trockner des Biogasparkes Lauchhammer

Qualmwolken steigen aus dem Trockner im Biogaspark in Lauchhammer-West. Der Brand ist schnell gelöscht. Foto: Mirko Sattler
Qualmwolken steigen aus dem Trockner im Biogaspark in Lauchhammer-West. Der Brand ist schnell gelöscht. Foto: Mirko Sattler FOTO: Mirko Sattler
Lauchhammer. Am Donnerstagnachmittag wurde die Feuerwehr in den Biogaspark an der B 169 in Lauchhammer-West beordert. Jemand hatte gesehen, wie aus einem verkapselten Trockner für Gärreste dicke Qualmwolken aufgestiegen waren und Alarm geschlagen.



Die Feuerwehr Lauchhammer ist nach den Worten von Einsatzleiter Silvio Spiegel mit sechs Fahrzeugen und 30 Mann ausgerückt. Zur Sicherheit wurden die Schwarzheider Floriansjünger mit zwei Tanklöschfahrzeugen auch noch an den Brandort beordert. Der Betreiber der Anlage hatte alles soweit vorbereitet (zum Beispiel den Strom abgeschaltet), damit die Feuerwehr unter Atemschutz vordringen konnte, lobt Silvio Spiegel. Das Feuer war dann schnell gelöscht.

Wie es zu dem Brand kommen konnte, weiß Markus Bernhard, Geschäftsführer der Betreibergesellschaft, noch nicht. An dem Tag habe es Instandsetzungsarbeiten an der Anlage gegeben. Ob die damit im Zusammenhang stehen, sei spekulativ. Er habe bereits veranlasst, dass Fachleute der Sache auf den Grund gehen. Auch über den Schaden könne er noch nicht viel sagen. Es können 150 000 Euro sein, bei einem Totalverlust auch deutlich mehr.

Der Biogaspark ist im Juli 2008 in Betrieb gegangen. Seitdem habe es bis auf Kleinigkeiten keine technische Störungen oder Probleme gegeben.

Der Brand in der Trocknung habe keine Gefahr für andere Anlagen bedeutet und auch keine Auswirkungen auf die Vergärung und die Stromerzeugung. "Wir haben diesen Bereich bewusst mit deutlichem Abstand zum Rest der Anlage aufgestellt", erläutert der Geschäftsführer eine der Sicherungsmaßnahmen.

In den sogenannten Kompaktbandtrocknern wird den Resten aus der Vergärung, bei der das zu verbrennende Gas gewonnen wird, die Feuchtigkeit entzogen. Die übrig gebliebenen Bestandteile aus der Mais- und Grassilage, der Gülle und dem Dung sind staubtrocken und werden als Dünger auf den Äckern ausgebracht. Seitdem keine Gülle mehr auf den Feldern verrieselt, sondern im Biogaspark verarbeitet werde, so Markus Bernhard, habe es keine Beschwerden mehr über Geruchsbelästigungen aus der Umgebung gegeben.

Der Brand in der Biogasanlage war der Zweite im Süden des Landkreises innerhalb weniger Wochen. Am 31. Januar hatte an der Senftenberger Grubenstraße ein zehn mal elf Meter großer Biofilter in der Trocknungsanlage Feuer gefangen. Die Ursache ist nach Polizeiangaben noch nicht bekannt. Manfred Feller