Die Lage blieb jedoch angespannt, weil im gesamten Süden des Landes Höchsttemperaturen um die 40 Grad gemessen wurden. Immer wieder flackerten alte Brandherde auf.
Die ersten ausländischen Einsatzkräfte wurden gestern bereits abgezogen. Es handelte sich um 50 israelische Feuerwehrleute, die seit Montag auf dem Peloponnes im Einsatz waren, berichtete der staatliche griechische Rundfunk. Die Bundeswehr schickte dagegen zwei weitere Hubschrauber nach Griechenland. Inzwischen sind fünf deutsche Transporthubschrauber für Griechenland abgestellt. Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) erklärte: "Die Bundeswehr bleibt so lange im Einsatz, wie sie benötigt wird, um der griechischen Bevölkerung zu helfen."
Unklarheit herrscht derzeit über die Höhe der Schäden. Am Donnerstagabend hatte die griechische Regierung die Schäden auf rund 1,7 Milliarden Euro geschätzt. Dieser Betrag sei jedoch eine vorläufige Bilanz, sagte gestern Finanzminister Giorgos Alogoskoufis.
Indes kamen bei einem Buschbrand auf der kroatischen Adriainsel Kornat sechs Feuerwehrleute ums Leben. Sieben Menschen wurden schwer verletzt, vier davon schweben noch in Lebensgefahr, teilten die Behörden in Zagreb mit. Die Todesopfer im Alter von 18 bis 26 Jahren hatten keine Atemschutzmasken und erstickten während des Einsatzes. Die anderen Feuerwehrleute erlitten schwere Brandwunden. Aufgrund von Videoaufnahmen eines deutschen Urlaubers seien acht Männer festgenommen worden, die der Brandstiftung verdächtigt werden. (dpa/ab)