Gekoppelt an die seinerzeit möglichen Förderungen erlebte der Landkreis bezogen auf den Bau von Erdwärmeanlagen seinen Höhepunkt im Jahr 2008. Hier wurde für insgesamt 112 Wärmepumpen die wasserbehördliche Erlaubnis erteilt. Spitzenreiter waren hier mit 104 die vertikal eingebrachten Erdwärmesonden. Sechs horizontal und damit eine große Fläche in Anspruch nehmende Erdwärmekollektoren wurden im selben Jahr verlegt und zwei Grundwasserwärmepumpen in Brunnen installiert.

In den darauffolgenden Jahren ging die Zahl auf 45 im Jahr 2009, 31 im Jahr 2010, 33 im Jahr 2011 und 17 im vorigen Jahr zurück. Spitzenreiter unter den möglichen technischen Lösungen blieben die Erdwärmesonden. Entsprechend dem Wassergesetz sind vor der Installation einer Wärmepumpe umfangreiche Angaben bei der unteren Wasserbehörde einzureichen. Sie reichen bis hin zu dem jeweiligen Bohrunternehmen. Anhand von Praxisbeispielen belegte Klaus Friedemann, welche Bedeutung eine professionelle Ausführung der Arbeiten hat. Beim Zerstören von Grundwasserschichten und den damit verbundenen Auswirkungen auf die Statik des Erdreiches kann es zum Absinken von Technik, ja sogar von Gebäudeteilen und damit zu großen Schäden kommen. Als dauerhaft zur Verfügung stehende Energiequelle biete Erdwärme jedoch nach wie vor eine gute Alternative zu anderen Energieformen, so Klaus Friedemann.