Es war schon etwas Besonderes, die Legenden vergangener Jahrzehnte auf zwei, drei und vier Rädern einmal ganz aus der Nähe zu bewundern. Fahrräder, Autos, Motorräder, Motorroller und Traktoren waren diesmal die Besuchermagneten.

Der Vormittag gehörte den Kindern. Ob Holzroller mit und ohne Richtungsanzeiger, Dreiräder, Tretautos - jedes Teil war älter als 30 Jahre. Ob gekauft, Marke Eigenbau oder vom Sperrmüll - alles war zu sehen. Nicht nur bei den Großeltern wurde beim Anblick der Spielzeugfahrzeuge so manche Erinnerung geweckt.

Nostalgische Schätze wie der Ford der 1930er-Jahre, der DKW der 1940er-Jahre, der EMW der 1950er-Jahre, der himmelblaue Trabant der 1960er-Jahre, der Mercedes Benz SL der 1980er-Jahre, historische Seitenwagenkräder aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges, Fahrräder der Marke Elfa mit Karbitlampen und vieles andere war am Nachmittag auf der Dorfstraße und bei der Fahrt um den Kirchturm zu sehen.

Beim Betrachten der edlen, hervorragend gepflegten Fahrzeuge schlug bei manchen Zuschauer das Herz höher. Fast ein Jahrhundert Fahrzeuggeschichte war zu sehen, anzufassen - aber auch zu riechen und zu hören. Details der einzelnen Fahrzeuge erfuhren die Zuschauer von Heidrun Lösche, der Chefin des Heimatvereins. Sie stellte jedes Fahrzeug mit seinen Besonderheiten wie Baujahr, Hubraum, Leistung, Gängen, Geschwindigkeit und mehr vor.

Einen Extra-Applaus gab es für Michael Pech aus Riesa. Er kam mit einem originalen Funkstreifenwagen der Volkspolizei, einem 1600er Lada, Baujahr 1986,. Prompt legte er einem "entflohenen Häftling" die Handschellen an, und erklärte dann die Ausrüstung, die an Bord der damaligen Volkspolizeiautos war.

Das Resümee der Organisatoren: "Es war ein kleines, aber feines Fest.