Idyllisch gleich neben der Talstation der Dresdner Bergbahn unweit vom ,,Blauen Wunder" gelegen, ist die Kunstgalerie mit Skulpturenpark von Lieselotte Rojas Sanoja eine kleine aber feine Adresse für Kunstkenner der Elbmetropole. Entlang der Elbe haben sie ihre Arbeiten vom stillen Kunstrefugium Altenau ins pulsierende Kunstzentrum Dresden gebracht.

Zur Ausstellungseröffnung am vergangenen Sonnabend ließen zahlreiche Besucher die Magie der Bilder auf sich wirken. Gemeinsam ist den Arbeiten des Künstlerpaares nur das Medium Papier. E.R.N.A. zeigt aus ihrer Serie ,,Gestalten" fast lebensgroße Figuren, deren innere und äußere Welt dem Betrachter dynamisch und filigran gleichermaßen entgegentreten. Die Tuschezeichnungen leben vom Schwarz-Weiß-Kontrast und den gewischten Grau-Zwischentönen und vermitteln eine verblüffende Lebendigkeit aus den Linien trotz ihrer scheinbar von der Realität abgehobenen Existenz. In Paul Böckelmanns Serie ,,Köpfe" als Monotypien und Acrylmalereien mit Asche verschmelzen Zeichnung und Malerei in kräftigen Farbnuancen. Der Künstler erzwingt den Blick ins Gesicht und in die Augen und damit ,,Einsicht durch Ansicht". Dabei bleibt die Erkenntnis undeutlich, angedeutet, Wahrheit liegt bei Böckelmanns Bildern oft hinter der Fassade verborgen.

Den nächsten Dresden-Besuch mit einem Ausflug in die Galerie in der Pillnitzer Landstraße zu verbinden lohnt auf jeden Fall. Anschließend sollte man nicht versäumen, mit der Schwebebahn gleich nebenan zum Ortsteil ,,Schöne Aussicht" emporzuschweben und von der Aussichtsplattform den atemberaubenden Blick Panoramablick zum ,,Blauen Wunder und über das Dresdner Elbtal zu genießen.