Zur gleichen Zeit geht das bunte Festtreiben mit Kegeln, Torwand- und Luftgewehrschießen, Bierrutsche, Hüpfburg los. Um 19 Uhr beginnt die Festveranstaltung mit der Band "Five Live", mit einer Tombola mit Fahrrad als Hauptpreis und mit der Prämierung der schönsten Trachten.

Natürlich wird auch Winfried Kuba mitfeiern. Der 59-jährige wirkt seit 30 Jahren im Vorstand des heute 110 Mitglieder zählenden Vereins mit. "Ich war bei der Geburtsstunde des Vereins mit dabei. Das war mehr oder weniger eine Stammtisch-Idee. Wir wollten uns sportlich betätigen und so haben wir am 6. Mai 1983 die Sportgemeinschaft Schorbus gegründet."

Dass Winfried Kuba mitgemacht hat, das lag nahe: Sein Vater Hubert hatte in den 1970er-Jahren den ersten Versuch einer Schorbuser Sportvereinigung miterlebt. "Schon 1983 wollten wir die Sportgemeinschaft Blau-Weiß nennen, weil unsere Väter in den Siebzigern in diesen Farben gespielt haben. Das war aber nicht erwünscht, weil das bayrische und damit die Farben vom Klassenfeind waren", erinnert sich Winfried Kuba.

Als Platz- und Zeugwart kümmert er sich seit vielen jahren um den Rasen und das Abkreiden der Spielfläche. Er pflegt die Bälle und sammelt die Trikots der drei im Spielbetrieb befindlichen Schorbuser Fußballmannschaften ein, lässt sie waschen und liegt sie dann für alle wieder bereit. Den Platz präpariert er nicht nur für die Heimspiele der Blau-Weißen, sondern auch für das Team von Viktoria Cottbus, das hier in Schorbus seine Gastgeberpartien austrägt. "Seitdem wir die zwei Plätze haben, kommt das schon einem Halbtagsjob gleich, den Winfried hier ehrenamtlich leistet. Solche engagierten Leute gibt es leider immer weniger", sagt der Vereinsvorsitzende Klaus Sobek.

Die Fußball-Leidenschaft hat Winfried Kuba an seinen Sohn Marcel weiter gegeben. Er ist eine wichtige Stütze der 1. Männermannschaft in der Kreisliga West, denn er schießt ein Tor nach dem anderen.