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Blau-Weiß-Damen gescheitert

Hoyerswerda. Anreise mit nur sechs Spielerinnen, damit keine Auswechselung möglich, die etatmäßige Libera musste Außenangriff spielen (ein absolutes Novum), die Hauptangreiferinnen haben noch Trainingsrückstand und dann ging es gegen zwei etablierte Bezirksligateams im Pokal. Das waren die wohl denkbar ungünstigsten Voraussetzungen für die ersten Pflichtspiele des Aufsteigers aus Hoyerswerda im Bezirkspokal. rnl1

Gegen Gastgeber Marienstern Panschwitz-Kuckau marschierte Blau-Weiß von Anfang an. Gleich mit 7:2 in Führung und mit einer starken Claudia Karg von der Mitte ging es schnell bis zum 25:21 nach 22 Minuten.

Der zweite Durchgang war ein Abbild des Ersten. Jetzt taute auch Anne Süßmilch immer mehr auf und ihre Angriffe vom Hinterfeld erzielten meist Wirkung. Immer wieder angepeitscht von Caro Gropler, die mehr als ein Ersatzkapitän war, kamen auch Anja Hantscho und Deborah Steglich am Netz zu guten Aktionen. Nach zum Teil tollen Spielzügen war nach wiederum 22 Minuten Schluss und das erste Pokalergebnis stand mit 2:0 fest. Eine gelungene Premiere auch für Coach Rüdiger Nobel nach vier Jahren Jobabstinenz.

Der nächste Gegner, die TSV-Mädels aus Kunnersdorf, war aber aus einem anderen Holz geschnitzt und führte schnell mit 6:2. Erst beim 16:16 waren die Blau-Weißen ran, aber dann gab es aber eine Reihe von einfachen Fehlern. Beim 19:21 musste BW die Kunnersdorferinnen ziehen lassen und nach 25 Minuten stand es 0:1 (20:25) aus Hoyerswerdaer Sicht. Nach 20 Minuten gab es den 1:1-Ausgleich mit einem 25:20. Im Entscheidungssatz fehlten dem Trainer die Auswechselalternativen, die er sicher genutzt hätte, obwohl bis zum 11:11 alles offen schien. Nach 15 Minuten und einem 12:15 war das erste totale Erfolgserlebnis vorbei und Kunnersdorf steht im Bezirks-Pokal-Finale.

VFBW spielte mit: Carolin Gropler, Anja Hantscho, Claudia Karg, Cindy Luka, Deborah Steglich und Anne Süßmilch