Coronavirus Fake News zu Corona

Die Behauptung: Pandemien treten in einem 100-jährigen Rhythmus auf.
Die Fakten: Der Medizinhistoriker Karl-Heinz Leven ist angesichts der 100-Jahre-Theorie skeptisch. "Zwischen den Pandemien traten noch viele weitere Epidemien auf, die hier unterschlagen werden", sagte der Professor der Uni Erlangen-Nürnberg auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Etwa fehlt die Asiatische Grippe. Auch weitere Pandemien wie die Pocken oder Tuberkulose werden nicht genannt. Dass einige Pandemien zudem im Abstand von circa 100 Jahren auftreten, stimme nur auf den ersten Blick, erklärte Leven. Die erste Cholera-Pandemie datiert die Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf 1817 und nicht auf 1820. Die Spanische Grippe verbreitete sich schon ab 1918 und der Ausbruch des neuartigen Coronavirus begann bereits 2019 in China. "Das heißt, der Ansatz des 100-jährigen Rhythmus ist von Anfang an verfehlt, ungenau und völlig willkürlich. Er erklärt überhaupt nichts", so Leven.
Die Behauptung: Pandemien treten in einem 100-jährigen Rhythmus auf. Die Fakten: Der Medizinhistoriker Karl-Heinz Leven ist angesichts der 100-Jahre-Theorie skeptisch. „Zwischen den Pandemien traten noch viele weitere Epidemien auf, die hier unterschlagen werden“, sagte der Professor der Uni Erlangen-Nürnberg auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Etwa fehlt die Asiatische Grippe. Auch weitere Pandemien wie die Pocken oder Tuberkulose werden nicht genannt. Dass einige Pandemien zudem im Abstand von circa 100 Jahren auftreten, stimme nur auf den ersten Blick, erklärte Leven. Die erste Cholera-Pandemie datiert die Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf 1817 und nicht auf 1820. Die Spanische Grippe verbreitete sich schon ab 1918 und der Ausbruch des neuartigen Coronavirus begann bereits 2019 in China. „Das heißt, der Ansatz des 100-jährigen Rhythmus ist von Anfang an verfehlt, ungenau und völlig willkürlich. Er erklärt überhaupt nichts“, so Leven.
© Foto: dpa
Die Behauptung: 1,8 Millionen Zuwanderer erhielten Anfang April 100 Prozent Sozialleistungen - "wie jeden Monat". Zudem heißt es: "Deutsche Angestellte" bekämen dagegen nur noch 60 Prozent von ihrem Lohn.
Die Fakten: Die genannte Zahl der "Zuwanderer" bezieht sich auf die Schutzsuchenden in Deutschland. Ende 2018 stieg deren Anzahl auf fast 1,8 Millionen. Zwei von drei Flüchtlingen aus den acht Hauptherkunftsländern bezogen laut Arbeitsagentur zu diesem Zeitpunkt Hartz IV. Die genannten Sozialleistungen sind in Deutschland beispielsweise Kindergeld, Sozialhilfe oder Hartz IV. Diese werden in der gegenwärtigen Krise für Asylbewerber ebenso weiterbezahlt wie für andere Bezieher in Deutschland. In den sozialen Netzwerken wird weiter behauptet, "deutsche Angestellte" erhielten pauschal nur noch 60 Prozent von ihrem Lohn. Das entspricht nicht der Wahrheit. Gemeint ist in diesem Zusammenhang wohl der Bezug von Kurzarbeitergeld. Nach Paragraf 105 SGB III bekommen Arbeitnehmer 60 Prozent des während der Kurzarbeit ausgefallenen Nettolohns. Wer mindestens ein Kind hat, erhält 67 Prozent. Wer auf einer Vollzeitstelle in 50-prozentige Kurzarbeit geht, hat demnach also 80 oder 83,5 Prozent seines alten Nettolohns zur Verfügung.
Die Behauptung: 1,8 Millionen Zuwanderer erhielten Anfang April 100 Prozent Sozialleistungen - „wie jeden Monat“. Zudem heißt es: „Deutsche Angestellte“ bekämen dagegen nur noch 60 Prozent von ihrem Lohn. Die Fakten: Die genannte Zahl der „Zuwanderer“ bezieht sich auf die Schutzsuchenden in Deutschland. Ende 2018 stieg deren Anzahl auf fast 1,8 Millionen. Zwei von drei Flüchtlingen aus den acht Hauptherkunftsländern bezogen laut Arbeitsagentur zu diesem Zeitpunkt Hartz IV. Die genannten Sozialleistungen sind in Deutschland beispielsweise Kindergeld, Sozialhilfe oder Hartz IV. Diese werden in der gegenwärtigen Krise für Asylbewerber ebenso weiterbezahlt wie für andere Bezieher in Deutschland. In den sozialen Netzwerken wird weiter behauptet, „deutsche Angestellte“ erhielten pauschal nur noch 60 Prozent von ihrem Lohn. Das entspricht nicht der Wahrheit. Gemeint ist in diesem Zusammenhang wohl der Bezug von Kurzarbeitergeld. Nach Paragraf 105 SGB III bekommen Arbeitnehmer 60 Prozent des während der Kurzarbeit ausgefallenen Nettolohns. Wer mindestens ein Kind hat, erhält 67 Prozent. Wer auf einer Vollzeitstelle in 50-prozentige Kurzarbeit geht, hat demnach also 80 oder 83,5 Prozent seines alten Nettolohns zur Verfügung.
© Foto: Jens Büttner
Die Behauptung: "Die Epidemie war in Deutschland bereits vor Jahren geplant!" Das lasse sich aus einer Risikoanalyse von 2013 schließen.
Die Fakten: Der "Bericht zur Risikoanalyse im Bevölkerungsschutz 2012" wurde am 3. Januar 2013 vom Bundestag veröffentlicht. Er stellt die Ergebnisse zweier Risikoanalysen dar. Diese geben einen Überblick, welche Ereignisse mit welcher Wahrscheinlichkeit eintreten - und wie groß der zu erwartende Schaden ist. Eine der Analysen bezieht sich auf eine Pandemie durch den Erreger "Modi-Sars". Das Szenario beschreibe ein "außergewöhnliches Seuchengeschehen", so der Bericht. 
"Modi-Sars" ist hypothetisch, hat jedoch realistische Eigenschaften. Es handelt sich, wie beim nun aufgetretenen Sars-CoV-2, um ein Coronavirus. Die Begründung für diese Annahme: "Die Wahl eines Sars-ähnlichen Virus erfolgte unter anderem vor dem Hintergrund, dass die natürliche Variante 2003 sehr unterschiedliche Gesundheitssysteme schnell an ihre Grenzen gebracht hat." Damit ist die Verbreitung der schweren Atemwegserkrankung Sars gemeint, an der 2002/2003 in 30 Ländern mehr als 8000 Menschen erkrankten und knapp 800 starben. Im Bericht lautet die Antwort auf die Frage, ob das Ereignis erwartbar sei: "Das Auftreten von neuen Erkrankungen ist ein natürliches Ereignis, das immer wieder vorkommen wird. Es ist aber in der Praxis nicht vorhersehbar, welche neuen Infektionskrankheiten auftreten, wo sie vorkommen werden und wann dies geschehen wird. Daher ist eine spezifische Prognose nicht möglich."
Die Behauptung: „Die Epidemie war in Deutschland bereits vor Jahren geplant!“ Das lasse sich aus einer Risikoanalyse von 2013 schließen. Die Fakten: Der „Bericht zur Risikoanalyse im Bevölkerungsschutz 2012“ wurde am 3. Januar 2013 vom Bundestag veröffentlicht. Er stellt die Ergebnisse zweier Risikoanalysen dar. Diese geben einen Überblick, welche Ereignisse mit welcher Wahrscheinlichkeit eintreten - und wie groß der zu erwartende Schaden ist. Eine der Analysen bezieht sich auf eine Pandemie durch den Erreger „Modi-Sars“. Das Szenario beschreibe ein „außergewöhnliches Seuchengeschehen“, so der Bericht. „Modi-Sars“ ist hypothetisch, hat jedoch realistische Eigenschaften. Es handelt sich, wie beim nun aufgetretenen Sars-CoV-2, um ein Coronavirus. Die Begründung für diese Annahme: „Die Wahl eines Sars-ähnlichen Virus erfolgte unter anderem vor dem Hintergrund, dass die natürliche Variante 2003 sehr unterschiedliche Gesundheitssysteme schnell an ihre Grenzen gebracht hat.“ Damit ist die Verbreitung der schweren Atemwegserkrankung Sars gemeint, an der 2002/2003 in 30 Ländern mehr als 8000 Menschen erkrankten und knapp 800 starben. Im Bericht lautet die Antwort auf die Frage, ob das Ereignis erwartbar sei: „Das Auftreten von neuen Erkrankungen ist ein natürliches Ereignis, das immer wieder vorkommen wird. Es ist aber in der Praxis nicht vorhersehbar, welche neuen Infektionskrankheiten auftreten, wo sie vorkommen werden und wann dies geschehen wird. Daher ist eine spezifische Prognose nicht möglich.“
© Foto: Manu Fernandez
Sarg an Sarg in Italien: Ein erschreckendes Foto, das derzeit über die sozialen Netzwerke verbreitet wird, warnt vor den tödlichen Folgen des Coronavirus.
Richtig ist: Kein anderes Land ist so stark von Covid-19 betroffen wie Italien – mehr als 80 000 Infizierte, über 8000 Tote und eine extrem hohe Dunkelziffer. Doch ein in sozialen Medien häufig geteiltes Foto mit aufgereihten Särgen stammt nicht etwa aus einer der kritischen Regionen in Norditalien, sondern von der Insel Lampedusa. Die Aufnahme entstand bereits im Herbst 2013 im Hangar einer Flugzeughalle. Damals waren mehr als hundert Menschen bei einem Schiffsunglück auf der Flucht über das Mittelmeer ums Leben gekommen.
Sarg an Sarg in Italien: Ein erschreckendes Foto, das derzeit über die sozialen Netzwerke verbreitet wird, warnt vor den tödlichen Folgen des Coronavirus. Richtig ist: Kein anderes Land ist so stark von Covid-19 betroffen wie Italien – mehr als 80 000 Infizierte, über 8000 Tote und eine extrem hohe Dunkelziffer. Doch ein in sozialen Medien häufig geteiltes Foto mit aufgereihten Särgen stammt nicht etwa aus einer der kritischen Regionen in Norditalien, sondern von der Insel Lampedusa. Die Aufnahme entstand bereits im Herbst 2013 im Hangar einer Flugzeughalle. Damals waren mehr als hundert Menschen bei einem Schiffsunglück auf der Flucht über das Mittelmeer ums Leben gekommen.
© Foto: Roberto Salomone / European Comm
Die Behauptung: Über das italienische Lied "Rinascerò, Rinascerai" des Sängers Roby Facchinetti heißt es, dessen Urheberrechte seien an das Krankenhaus in Bergamo überschrieben. "Jeder Klick auf das Video ist damit quasi eine Spende. Da Youtube dem Inhaber Geld pro Klick bezahlt." So heißt es in einem Kettenbrief, der derzeit über WhatsApp die Rund macht.
Die Fakten: Ein Körnchen Wahrheit steckt dahinter - aber ganz so einfach ist es nicht! Das Video zu "Rinascerò, Rinascerai" gehörte zwischenzeitlich zu den meistgesehenen Videos in Deutschland - mittlerweile wurde es mehr als sechs Millionen geklickt. Damit beim Krankenhaus aber wirklich Geld ankommt, müssen die Hörer das Lied über einen Download-Link kaufen oder direkt an die Einrichtung spenden. Dazu ruft Sänger Roby Facchinetti auf - das sei der einzig nützliche Weg. Dieses Geld geht nach Angaben auf seinem Facebook-Kanal an das Papst-Johannes-XXIII.-Krankenhaus in Bergamo. Dieses soll davon medizinische Ausrüstung kaufen können. Zudem distanziert sich Facchinetti vor den "falschen Informationen" im Kettenbrief.
Die Behauptung: Über das italienische Lied „Rinascerò, Rinascerai“ des Sängers Roby Facchinetti heißt es, dessen Urheberrechte seien an das Krankenhaus in Bergamo überschrieben. „Jeder Klick auf das Video ist damit quasi eine Spende. Da Youtube dem Inhaber Geld pro Klick bezahlt.“ So heißt es in einem Kettenbrief, der derzeit über WhatsApp die Rund macht. Die Fakten: Ein Körnchen Wahrheit steckt dahinter - aber ganz so einfach ist es nicht! Das Video zu „Rinascerò, Rinascerai“ gehörte zwischenzeitlich zu den meistgesehenen Videos in Deutschland - mittlerweile wurde es mehr als sechs Millionen geklickt. Damit beim Krankenhaus aber wirklich Geld ankommt, müssen die Hörer das Lied über einen Download-Link kaufen oder direkt an die Einrichtung spenden. Dazu ruft Sänger Roby Facchinetti auf - das sei der einzig nützliche Weg. Dieses Geld geht nach Angaben auf seinem Facebook-Kanal an das Papst-Johannes-XXIII.-Krankenhaus in Bergamo. Dieses soll davon medizinische Ausrüstung kaufen können. Zudem distanziert sich Facchinetti vor den „falschen Informationen“ im Kettenbrief.
© Foto: Giorgio Benvenuti
Die Behauptung: Nostradamus habe schon im Jahr 1551 prophezeit: "Es wird ein Zwillingsjahr 2020 geben, aus dem eine Königin (Korona) aus dem Osten (China) kommen wird und die in der Dunkelheit der Nacht eine Pest auf einem Land verbreiten wird mit 7 Hügeln (Italien) und wird das Zwielicht der Menschen in Staub verwandeln, um die Welt zu zerstören und zu zerstören. Es wird das Ende der Weltwirtschaft sein, wie Sie es kennen."

Die Fakten: Der Franzose Michel de Nostredame, Nostradamus genannt, ist für seine prophetischen Gedichte bekannt. Laut einem Brief an seinen Sohn sollen die Prophezeiungen bis ins Jahr 3797 reichen. Bis auf wenige Ausnahmen ist in den Versen aber nie ein Datum genannt, an dem die Ereignisse stattfinden sollen. In seinen gesammelten Werken gibt es keinen einzigen Text, der sich auf das Jahr 2020 bezieht. In der englischen Übersetzung der Texte sind die Wörter "Korona" oder "Corona", "Wirtschaft" (englisch: "economy") oder "Zwillingsjahr" ("twin year") gar nicht, "Hügel" und "Plage" nur in einem anderen Zusammenhang zu finden. Darüber hinaus verfasste Nostradamus seine Gedichte immer als Vierzeiler in Altfranzösisch. Auch in einer Übersetzung wäre der Vers nicht so lang wie der in den sozialen Medien geteilte Text.
Die Behauptung: Nostradamus habe schon im Jahr 1551 prophezeit: „Es wird ein Zwillingsjahr 2020 geben, aus dem eine Königin (Korona) aus dem Osten (China) kommen wird und die in der Dunkelheit der Nacht eine Pest auf einem Land verbreiten wird mit 7 Hügeln (Italien) und wird das Zwielicht der Menschen in Staub verwandeln, um die Welt zu zerstören und zu zerstören. Es wird das Ende der Weltwirtschaft sein, wie Sie es kennen.“ Die Fakten: Der Franzose Michel de Nostredame, Nostradamus genannt, ist für seine prophetischen Gedichte bekannt. Laut einem Brief an seinen Sohn sollen die Prophezeiungen bis ins Jahr 3797 reichen. Bis auf wenige Ausnahmen ist in den Versen aber nie ein Datum genannt, an dem die Ereignisse stattfinden sollen. In seinen gesammelten Werken gibt es keinen einzigen Text, der sich auf das Jahr 2020 bezieht. In der englischen Übersetzung der Texte sind die Wörter „Korona“ oder „Corona“, „Wirtschaft“ (englisch: „economy“) oder „Zwillingsjahr“ („twin year“) gar nicht, „Hügel“ und „Plage“ nur in einem anderen Zusammenhang zu finden. Darüber hinaus verfasste Nostradamus seine Gedichte immer als Vierzeiler in Altfranzösisch. Auch in einer Übersetzung wäre der Vers nicht so lang wie der in den sozialen Medien geteilte Text.
© Foto: dpa
Die Behauptung: Die Corona-Pandemie habe auch positive Nebenwirkungen. Die Natur erhole sich in Venedig dank ausbleibender Touristen und Ausgangsbeschränkungen. Schwäne und Delfine sollen in die Kanäle der Lagunenstadt zurückgekehrt sein, das Wasser sei sauberer.
Die Fakten: Ein oft verbreitetes Video - manchmal auch nur als Screenshot - zeigt keine Delfine in Venedig, sondern im Hafen der italienischen Stadt Cagliari. Bei einem Video sind Gebäude zu erkennen, die die Hauptstadt der Insel Sardinien eindeutig identifizieren. Delfine in der Adria und vor der Küste der Region Venetien sind nicht ungewöhnlich. Forscher des Projekts "Dolphin Biology and Conservation" haben entlang der Küste und bis zu 22 Kilometer davon entfernt 450 Große Tümmler identifiziert. Derzeit werden Bilder und Videos von klarem Wasser in Venedigs Kanälen verbreitet. Ein Sprecher des Bürgermeisters erklärte dem US-Nachrichtensender CNN, das habe aber nichts mit besserer Wasserqualität zu tun. "Das Wasser sieht jetzt klarer aus, weil es weniger Verkehr auf den Kanälen gibt, so dass das Sediment auf dem Grund bleiben kann", sagte der Sprecher.
Die Behauptung: Die Corona-Pandemie habe auch positive Nebenwirkungen. Die Natur erhole sich in Venedig dank ausbleibender Touristen und Ausgangsbeschränkungen. Schwäne und Delfine sollen in die Kanäle der Lagunenstadt zurückgekehrt sein, das Wasser sei sauberer. Die Fakten: Ein oft verbreitetes Video - manchmal auch nur als Screenshot - zeigt keine Delfine in Venedig, sondern im Hafen der italienischen Stadt Cagliari. Bei einem Video sind Gebäude zu erkennen, die die Hauptstadt der Insel Sardinien eindeutig identifizieren. Delfine in der Adria und vor der Küste der Region Venetien sind nicht ungewöhnlich. Forscher des Projekts „Dolphin Biology and Conservation“ haben entlang der Küste und bis zu 22 Kilometer davon entfernt 450 Große Tümmler identifiziert. Derzeit werden Bilder und Videos von klarem Wasser in Venedigs Kanälen verbreitet. Ein Sprecher des Bürgermeisters erklärte dem US-Nachrichtensender CNN, das habe aber nichts mit besserer Wasserqualität zu tun. „Das Wasser sieht jetzt klarer aus, weil es weniger Verkehr auf den Kanälen gibt, so dass das Sediment auf dem Grund bleiben kann“, sagte der Sprecher.
© Foto: Francisco Seco
Die Behauptung: Nach Sars-Cov-2 breitet sich nun ein neuer, tödlicher Erreger in China aus: das Hantavirus.
Die Fakten: Hantaviren sind nicht neu und bereits weltweit verbreitet. In Deutschland sind Infektionen seit Jahren meldepflichtig. Die Viren werden nicht von Mensch zu Mensch übertragen, sondern über Nagetiere wie Ratten und Mäuse. Es gibt nicht das eine Hantavirus, sondern diverse Hantaviren. Je nach Typ können unterschiedlich schwere Krankheitsverläufe auftreten. Meist erleiden Infizierte plötzlich hohes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Magen-Darm- und Nierenprobleme. In Deutschland gab es bisher nur wenige Todesfälle.
Die Behauptung: Nach Sars-Cov-2 breitet sich nun ein neuer, tödlicher Erreger in China aus: das Hantavirus. Die Fakten: Hantaviren sind nicht neu und bereits weltweit verbreitet. In Deutschland sind Infektionen seit Jahren meldepflichtig. Die Viren werden nicht von Mensch zu Mensch übertragen, sondern über Nagetiere wie Ratten und Mäuse. Es gibt nicht das eine Hantavirus, sondern diverse Hantaviren. Je nach Typ können unterschiedlich schwere Krankheitsverläufe auftreten. Meist erleiden Infizierte plötzlich hohes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Magen-Darm- und Nierenprobleme. In Deutschland gab es bisher nur wenige Todesfälle.
© Foto: Hans R. Gelderblom
Die Behauptung: Jugendliche lecken in einem Video nacheinander denselben Lolli ab - und sollen sich so über Kontaktsperren lustig machen.
Die Fakten: Das ist natürlich falsch, denn der zuerst auf der Plattform Tiktok verbreitete Clip entstand Monate, bevor die ersten Infektionen in China überhaupt bekannt wurden. Offensichtlich ahmen die jungen Leute US-Sängerin Billie Eilish ("Bad Guy") nach, die häufiger mit Lutscher zwischen den Lippen zu sehen ist. Auf Twitter mokierte sich etwa der Berliner AfD-Landeschef Georg Pazderski über das Video: "Empathielose, dumme Wohlstandskinder." Seinen Tweet unter dem Hashtag #Corona hat er mittlerweile gelöscht.
Die Behauptung: Jugendliche lecken in einem Video nacheinander denselben Lolli ab - und sollen sich so über Kontaktsperren lustig machen. Die Fakten: Das ist natürlich falsch, denn der zuerst auf der Plattform Tiktok verbreitete Clip entstand Monate, bevor die ersten Infektionen in China überhaupt bekannt wurden. Offensichtlich ahmen die jungen Leute US-Sängerin Billie Eilish („Bad Guy“) nach, die häufiger mit Lutscher zwischen den Lippen zu sehen ist. Auf Twitter mokierte sich etwa der Berliner AfD-Landeschef Georg Pazderski über das Video: „Empathielose, dumme Wohlstandskinder.“ Seinen Tweet unter dem Hashtag #Corona hat er mittlerweile gelöscht.
© Foto: Jordan Strauss
Die Behauptung: Während für die Bevölkerung Kontaktsperren gelten, fliegt Bundeskanzlerin Angela Merkel im Geheimen nach Las Vegas. Das sei an den Radardaten der Regierungsflieger abzulesen.
Die Fakten: Die beiden Regierungsflieger "Konrad Adenauer" und "Theodor Heuss" flogen zuletzt tatsächlich in den US-Bundesstaat Nevada. Doch war nicht die Kanzlerin an Bord, sondern Angehörige der Luftwaffe. Diese hatten bis zum 20. März an einer internationalen Übung in den USA teilgenommen. Nach ihrer Rückkehr kamen die Soldatinnen und Soldaten in Quarantäne. Die Bundeswehr bestätigte der Deutschen Presse-Agentur, dass ausschließlich Personal und Material der Luftwaffe transportiert wurde - und "kein VIP-Flug" stattfand.
Die Behauptung: Während für die Bevölkerung Kontaktsperren gelten, fliegt Bundeskanzlerin Angela Merkel im Geheimen nach Las Vegas. Das sei an den Radardaten der Regierungsflieger abzulesen. Die Fakten: Die beiden Regierungsflieger „Konrad Adenauer“ und „Theodor Heuss“ flogen zuletzt tatsächlich in den US-Bundesstaat Nevada. Doch war nicht die Kanzlerin an Bord, sondern Angehörige der Luftwaffe. Diese hatten bis zum 20. März an einer internationalen Übung in den USA teilgenommen. Nach ihrer Rückkehr kamen die Soldatinnen und Soldaten in Quarantäne. Die Bundeswehr bestätigte der Deutschen Presse-Agentur, dass ausschließlich Personal und Material der Luftwaffe transportiert wurde - und „kein VIP-Flug“ stattfand.
© Foto: Michael Kappeler
Der Lungenarzt und ehemalige Bundestagsabgeordnete der SPD Wolfgang Wodarg macht mit steilen Thesen zum neuartigen Coronavirus von sich hören. Er behauptet beispielsweise: Die Coronakrise sei ein "Hype". Die Krankenhäuser würden belastet "durch die vielen Fragen und durch die Panik, aber nicht durch neue Krankheitsfälle". Es seien "leichtfertige und unberechtigte Quarantänemaßnahmen und Verbotsregelungen" in Kraft - und "gegen einen unsinnigen Freiheitsentzug sollte man sich zur Wehr setzen". Wer in den vergangenen Tagen aber Berichte aus Norditalien gelesen hat, der weiß: Die Menschen in den Krankenhäusern von Bergamo oder Brescia sterben nicht an Panik oder offenen Fragen, sondern in sehr vielen Fällen an Covid-19.
Der Lungenarzt und ehemalige Bundestagsabgeordnete der SPD Wolfgang Wodarg macht mit steilen Thesen zum neuartigen Coronavirus von sich hören. Er behauptet beispielsweise: Die Coronakrise sei ein „Hype“. Die Krankenhäuser würden belastet „durch die vielen Fragen und durch die Panik, aber nicht durch neue Krankheitsfälle“. Es seien „leichtfertige und unberechtigte Quarantänemaßnahmen und Verbotsregelungen“ in Kraft - und „gegen einen unsinnigen Freiheitsentzug sollte man sich zur Wehr setzen“. Wer in den vergangenen Tagen aber Berichte aus Norditalien gelesen hat, der weiß: Die Menschen in den Krankenhäusern von Bergamo oder Brescia sterben nicht an Panik oder offenen Fragen, sondern in sehr vielen Fällen an Covid-19.
© Foto: Marijan Murat
Schon seit Montag, 16. März, sollen alle Aldi-Filialen in Deutschland geschlossen sein. Sind sie aber nicht. Eine Falschmeldung sorgte aber am Wochenende für Aufsehen in den sozialen Netzwerken.
Schon seit Montag, 16. März, sollen alle Aldi-Filialen in Deutschland geschlossen sein. Sind sie aber nicht. Eine Falschmeldung sorgte aber am Wochenende für Aufsehen in den sozialen Netzwerken.
© Foto: Frank Molter
Verstärkt der Wirkstoff Ibuprofen die Symptome des Coronavirus? Das sollen Wissenschaftler eine Wiener Universität herausgefunden haben. Das Gerücht geisterte so lange durch das Netz, bis die Uni es auf Twitter selbst dementierte.
Verstärkt der Wirkstoff Ibuprofen die Symptome des Coronavirus? Das sollen Wissenschaftler eine Wiener Universität herausgefunden haben. Das Gerücht geisterte so lange durch das Netz, bis die Uni es auf Twitter selbst dementierte.
© Foto: HERMES ARZNEIMITTEL GmbH
Fußballstar Cristiano Ronaldo will seine Hotels kostenlos für Corona-Patienten öffnen. Tolle Geste, aber eine Falschnachricht. Ronaldos Hotelkette Pestana hat die Meldung dementiert.
Fußballstar Cristiano Ronaldo will seine Hotels kostenlos für Corona-Patienten öffnen. Tolle Geste, aber eine Falschnachricht. Ronaldos Hotelkette Pestana hat die Meldung dementiert.
© Foto: Andrew Medichini
Im Buch "The Eyes of Darkness" des amerikanischen Schriftstellers Dean Koontz wird eine globale Pandemie beschrieben. Das Virus trägt in der Originalversion den Namen Wuhan-400. Ein Zufall? Verschwörungstheoretiker sehen darin den Beweis, das das neue Coronavirus in einem Labor gezüchtet und bewusst verbreitet wurde. Als Beleg dafür wird in vielen WhatsApp-Chats noch ein zweites Foto mitgeliefert, dass das Jahr 2020 als Ausbruch der Krankheit vorsieht. Blöd: Der Ausschnitt stammt aus einem anderen Buch und behandelt ein völlig anderes Thema. Das hat Mimikama  - ein Verein zur Aufklärung über Internetmissbrauch herausgefunden.
Im Buch "The Eyes of Darkness" des amerikanischen Schriftstellers Dean Koontz wird eine globale Pandemie beschrieben. Das Virus trägt in der Originalversion den Namen Wuhan-400. Ein Zufall? Verschwörungstheoretiker sehen darin den Beweis, das das neue Coronavirus in einem Labor gezüchtet und bewusst verbreitet wurde. Als Beleg dafür wird in vielen WhatsApp-Chats noch ein zweites Foto mitgeliefert, dass das Jahr 2020 als Ausbruch der Krankheit vorsieht. Blöd: Der Ausschnitt stammt aus einem anderen Buch und behandelt ein völlig anderes Thema. Das hat Mimikama - ein Verein zur Aufklärung über Internetmissbrauch herausgefunden.
© Foto: Verlag
Eine gefälschte Nachricht zu einer angeblichen Ausgangssperre in Berlin hat sich vorige Woche im Internet verbreitet. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) sprach von einer "Fake-News mit der Startseite des Lageso zu einer Ausgangssperre" und betonte: "Das ist falsch. Bitte nicht weiterverbreiten, bzw. verbreiten dass es sich um ein Fake handelt."
Eine gefälschte Nachricht zu einer angeblichen Ausgangssperre in Berlin hat sich vorige Woche im Internet verbreitet. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) sprach von einer „Fake-News mit der Startseite des Lageso zu einer Ausgangssperre“ und betonte: „Das ist falsch. Bitte nicht weiterverbreiten, bzw. verbreiten dass es sich um ein Fake handelt.“
© Foto: Patrick Seeger
In den sozialen Netzwerken kursiert aktuell das Gerücht, wegen des Erregers Sars-CoV-2 werde Telefongesprächen ein Zeitlimit gesetzt. Die Behauptung: Derzeit werden Festnetzgespräche nach 15 Minuten einfach unterbrochen - "egal welcher Telefonanbieter".  Drei große deutsche Festnetzanbieter erklären, dass es einen solchen Abbruch von Telefonaten nicht gibt.
In den sozialen Netzwerken kursiert aktuell das Gerücht, wegen des Erregers Sars-CoV-2 werde Telefongesprächen ein Zeitlimit gesetzt. Die Behauptung: Derzeit werden Festnetzgespräche nach 15 Minuten einfach unterbrochen - „egal welcher Telefonanbieter“. Drei große deutsche Festnetzanbieter erklären, dass es einen solchen Abbruch von Telefonaten nicht gibt.
© Foto: Rolf Vennenbernd
Ein Verschwörungstheorie-Dauerbrenner rund um die Corona-Krise ist die Behauptung, das Virus würde durch Handy-Strahlung ausgelöst. Im Dezember 2019 werden erste Infektionen einer neuartigen Lungenkrankheit in China bekannt. Am 7. Januar 2020 identifizieren Experten ein neuartiges Coronavirus als Erreger, so die WHO.  Die chinesische Regierung hat bereits rund eineinhalb Jahre zuvor, im Mai 2018, grünes Licht für 5G-Tests der staatlichen Telekommunikations-Unternehmen in 16 Städten gegeben -  darunter Wuhan, Peking und Shanghai. Im Oktober 2019 verkünden China Mobile, China Telecom und China Unicom, dass sie zum 1. November 2019 offiziell mit 5G starten würden.
Ein Verschwörungstheorie-Dauerbrenner rund um die Corona-Krise ist die Behauptung, das Virus würde durch Handy-Strahlung ausgelöst. Im Dezember 2019 werden erste Infektionen einer neuartigen Lungenkrankheit in China bekannt. Am 7. Januar 2020 identifizieren Experten ein neuartiges Coronavirus als Erreger, so die WHO. Die chinesische Regierung hat bereits rund eineinhalb Jahre zuvor, im Mai 2018, grünes Licht für 5G-Tests der staatlichen Telekommunikations-Unternehmen in 16 Städten gegeben - darunter Wuhan, Peking und Shanghai. Im Oktober 2019 verkünden China Mobile, China Telecom und China Unicom, dass sie zum 1. November 2019 offiziell mit 5G starten würden.
© Foto: Stefan Sauer
Zwiebeln sollen wie eine Art "Magnet" die Coronaviren aus der Luft ziehen. Zwiebeln wirken antimikrobiell. Das heißt, sie schränken die Ausbreitung von Mikroorganismen ein, indem sie diese töten oder deren Wachstum lähmen. Da die im Zwiebelsaft enthaltenen antimikrobiellen Schwefelverbindungen flüchtig sind, können Mikroorganismen durchaus auch in der Luft abgetötet werden. Nach Aussage von Haike Antelmann, Professorin für Mikrobiologie an der Freien Universität, sind davon allerdings vor allem Bakterien betroffen. Es gebe bisher keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass die antimikrobielle Wirkung der Zwiebel auch bei Viren wirkt.
Zwiebeln sollen wie eine Art „Magnet“ die Coronaviren aus der Luft ziehen. Zwiebeln wirken antimikrobiell. Das heißt, sie schränken die Ausbreitung von Mikroorganismen ein, indem sie diese töten oder deren Wachstum lähmen. Da die im Zwiebelsaft enthaltenen antimikrobiellen Schwefelverbindungen flüchtig sind, können Mikroorganismen durchaus auch in der Luft abgetötet werden. Nach Aussage von Haike Antelmann, Professorin für Mikrobiologie an der Freien Universität, sind davon allerdings vor allem Bakterien betroffen. Es gebe bisher keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass die antimikrobielle Wirkung der Zwiebel auch bei Viren wirkt.
© Foto: Andrea Warnecke
In einem weit verbreiteten Kettenbrief wird behauptet, dass das Coronavirus "bei einer Temperatur von 26 bis 27 Grad stirbt". Coronaviren halten deutlich höhere Temperaturen aus. Die Körperkerntemperatur liegt bei fast allen Menschen bei mehr als 35 Grad Celsius. Würde Sars-CoV-2 tatsächlich bei weniger als 30 Grad Celsius sterben, wäre der Erreger im menschlichen Körper gar nicht lebensfähig.
In einem weit verbreiteten Kettenbrief wird behauptet, dass das Coronavirus „bei einer Temperatur von 26 bis 27 Grad stirbt“. Coronaviren halten deutlich höhere Temperaturen aus. Die Körperkerntemperatur liegt bei fast allen Menschen bei mehr als 35 Grad Celsius. Würde Sars-CoV-2 tatsächlich bei weniger als 30 Grad Celsius sterben, wäre der Erreger im menschlichen Körper gar nicht lebensfähig.
© Foto: Maurizio Gambarini
Wer tief einatmet und dann problemlos für zehn Sekunden die Luft anhalten kann, hat keine Fibrose in der Lunge und sich somit nicht mit dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 angesteckt. Genau dieser angebliche Rat von Experten aus Taiwan in einem Kettenbrief verbreitet. Luftanhalten ist kein Schnelltest für eine Ansteckung mit Sars-CoV-2. Zu Beginn der Ansteckung vermehrt sich das Virus meist vor allem im Rachen, nicht in der Lunge. Andere Erkrankungen wie Asthma können zudem das Luftanhalten erschweren. Eine Fibrose ist außerdem kein Krankheitszeichen von Covid-19.
Wer tief einatmet und dann problemlos für zehn Sekunden die Luft anhalten kann, hat keine Fibrose in der Lunge und sich somit nicht mit dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 angesteckt. Genau dieser angebliche Rat von Experten aus Taiwan in einem Kettenbrief verbreitet. Luftanhalten ist kein Schnelltest für eine Ansteckung mit Sars-CoV-2. Zu Beginn der Ansteckung vermehrt sich das Virus meist vor allem im Rachen, nicht in der Lunge. Andere Erkrankungen wie Asthma können zudem das Luftanhalten erschweren. Eine Fibrose ist außerdem kein Krankheitszeichen von Covid-19.
© Foto: Fabian Strauch
 Chlordioxid trinken, soll gegen das Coronavirus helfen. Es gibt keine wissenschaftlichen Belege dafür. Im Gegenteil: Verschiedene Behörden warnen seit Jahren vor den gesundheitsschädlichen Wirkungen von Chlordioxid. Chlordioxid wird als Bleichmittel und zur Desinfektion verwendet. Die chemische Verbindung wirkt - je nach Konzentration - auf Haut und Schleimhäute reizend bis ätzend. Mögliche Folgen einer Einnahme sind Hautverätzungen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Nierenversagen und Atemstörungen.
Chlordioxid trinken, soll gegen das Coronavirus helfen. Es gibt keine wissenschaftlichen Belege dafür. Im Gegenteil: Verschiedene Behörden warnen seit Jahren vor den gesundheitsschädlichen Wirkungen von Chlordioxid. Chlordioxid wird als Bleichmittel und zur Desinfektion verwendet. Die chemische Verbindung wirkt - je nach Konzentration - auf Haut und Schleimhäute reizend bis ätzend. Mögliche Folgen einer Einnahme sind Hautverätzungen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Nierenversagen und Atemstörungen.
© Foto: Boris Roessler
Offenbar kursieren in Sozialen Netzwerken derzeit Hinweise auf Globuli, die von einem Anbieter in Niedersachsen vertrieben werden.Die homöopathischen Kügelchen sollen angeblich vor einer Corona-Ansteckung schützen. "In dem Werbetext heißt es, durch die Globuli werde dem Organismus die Botschaft der Corona-Erkrankung in hoch-potenzierter Form zugeführt, so dass er Antikörper gegen die Erkrankung entwickele. Komme es zum realen Kontakt mit dem Corona-Virus, trage man bereits Antikörper in sich, womit sich das Risiko einer Erkrankung verringere", beschreibt die Verbraucherzentrale das Phänomen.  Dazu stellt Annett Reinke von der Verbraucherzentrale Brandenburg fest: "Es gibt derzeit keine Arzneien, die eine Erkrankung mit dem neuartigen Coronavirus verhindern können. Werbung, die so etwas suggeriert, führt in die Irre.
Offenbar kursieren in Sozialen Netzwerken derzeit Hinweise auf Globuli, die von einem Anbieter in Niedersachsen vertrieben werden.Die homöopathischen Kügelchen sollen angeblich vor einer Corona-Ansteckung schützen. „In dem Werbetext heißt es, durch die Globuli werde dem Organismus die Botschaft der Corona-Erkrankung in hoch-potenzierter Form zugeführt, so dass er Antikörper gegen die Erkrankung entwickele. Komme es zum realen Kontakt mit dem Corona-Virus, trage man bereits Antikörper in sich, womit sich das Risiko einer Erkrankung verringere“, beschreibt die Verbraucherzentrale das Phänomen. Dazu stellt Annett Reinke von der Verbraucherzentrale Brandenburg fest: „Es gibt derzeit keine Arzneien, die eine Erkrankung mit dem neuartigen Coronavirus verhindern können. Werbung, die so etwas suggeriert, führt in die Irre.
© Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Vitamine sind gesund, so viel ist klar. Aber helfen sie auch gegen das Coronavirus? Eine steile These dazu macht in den sozialen Netzwerken die Runde. Nach Aussagen von Experten gibt es keinerlei Beleg für eine solche Wirkung von Vitamin C. Das Vitamin wird jedoch von einigen Forschern als Mittel angesehen, um die Therapie von schweren entzündlichen Prozessen zu unterstützen. Eine Sprecherin des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte konnte die angeblich viruzide Wirkung von Vitamin C auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur nicht bestätigen. Ihr sei eine solche Wirkung nicht bekannt. Auch der Virologe Stephan Günther vom Bernhard-Nocht-Institut zeigt sich skeptisch: Ihm lägen keinerlei Belege vor, dass Vitamin C das Coronavirus abtöten könne.
Vitamine sind gesund, so viel ist klar. Aber helfen sie auch gegen das Coronavirus? Eine steile These dazu macht in den sozialen Netzwerken die Runde. Nach Aussagen von Experten gibt es keinerlei Beleg für eine solche Wirkung von Vitamin C. Das Vitamin wird jedoch von einigen Forschern als Mittel angesehen, um die Therapie von schweren entzündlichen Prozessen zu unterstützen. Eine Sprecherin des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte konnte die angeblich viruzide Wirkung von Vitamin C auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur nicht bestätigen. Ihr sei eine solche Wirkung nicht bekannt. Auch der Virologe Stephan Günther vom Bernhard-Nocht-Institut zeigt sich skeptisch: Ihm lägen keinerlei Belege vor, dass Vitamin C das Coronavirus abtöten könne.
© Foto: Norbert Försterling
Kontaktsperren und Ausgangsbeschränkungen wegen des neuartigen Coronavirus halten manche für überzogen. Der 2012 emeritierte Mikrobiologie-Professor Sucharit Bhakdi etwa nennt sie sinnlos, die Pandemie sei nicht sonderlich gefährlich. Er meint, Sars-CoV-2 sei "nicht grundsätzlich" gefährlicher als andere Erreger der Virus-Familie. Von 10 000 Infizierten seien "lediglich 50 bis 60" erkrankt. "99 Prozent der Menschen haben keine oder nur leichte Symptome." Immer wieder betonen renommierte Einrichtungen wie etwa das deutsche Robert Koch-Institut (RKI), dass bei weitem nicht jeder mit dem Virus Sars-CoV-2 Infizierte Krankheitszeichen aufweist. Bei denjenigen, die erkranken, zeigen sich demnach bei 80 Prozent milde bis moderate Symptome. Das geht unter anderem aus einer früheren Analyse der in der chinesischen Provinz Hubei erfassten Fälle hervor. Bei den restlichen 20 Prozent kommt es zu schwereren oder gar lebensbedrohlichen Krankheitsverläufen - von einer Lungenentzündung mit Atemnot bis zu multiplem Organversagen. Bhakdi legt also einen viel zu geringen Anteil schwerster Krankheitsverläufe zugrunde.
Kontaktsperren und Ausgangsbeschränkungen wegen des neuartigen Coronavirus halten manche für überzogen. Der 2012 emeritierte Mikrobiologie-Professor Sucharit Bhakdi etwa nennt sie sinnlos, die Pandemie sei nicht sonderlich gefährlich. Er meint, Sars-CoV-2 sei „nicht grundsätzlich“ gefährlicher als andere Erreger der Virus-Familie. Von 10 000 Infizierten seien „lediglich 50 bis 60“ erkrankt. „99 Prozent der Menschen haben keine oder nur leichte Symptome.“ Immer wieder betonen renommierte Einrichtungen wie etwa das deutsche Robert Koch-Institut (RKI), dass bei weitem nicht jeder mit dem Virus Sars-CoV-2 Infizierte Krankheitszeichen aufweist. Bei denjenigen, die erkranken, zeigen sich demnach bei 80 Prozent milde bis moderate Symptome. Das geht unter anderem aus einer früheren Analyse der in der chinesischen Provinz Hubei erfassten Fälle hervor. Bei den restlichen 20 Prozent kommt es zu schwereren oder gar lebensbedrohlichen Krankheitsverläufen - von einer Lungenentzündung mit Atemnot bis zu multiplem Organversagen. Bhakdi legt also einen viel zu geringen Anteil schwerster Krankheitsverläufe zugrunde.
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Ein Champions-League-Match zwischen Bergamo und Valencia soll schuld an der massiven Verbreitung des Coronavirus in der besonders betroffenen Region Bergamo sein. Von einer "biologischen Bombe" und dem "Spiel Null" in Anspielung auf den "Patient Null" - also den ersten erkannten Erkrankten - ist in sozialen Netzwerken die Rede. "Es war eine Gelegenheit für starke Ansteckungen, aber ich glaube nicht, dass es der Anfang von allem war", sagt Bergamos Bürgermeister Gori. Der "Funke" sei vielmehr ein Krankenhaus in der Region gewesen, in Alzardo Lombardo. Dort sei wahrscheinlich ein Patient mit einer vermeintlichen Lungenentzündung gewesen, die nicht als Covid-19 erkannt wurde. Er sei dann mit anderen Patienten und Medizinern in Kontakt gewesen. "Das erscheint mir die glaubwürdigere Erklärung für das Problem in Bergamo."
Ein Champions-League-Match zwischen Bergamo und Valencia soll schuld an der massiven Verbreitung des Coronavirus in der besonders betroffenen Region Bergamo sein. Von einer „biologischen Bombe“ und dem „Spiel Null“ in Anspielung auf den „Patient Null“ - also den ersten erkannten Erkrankten - ist in sozialen Netzwerken die Rede. „Es war eine Gelegenheit für starke Ansteckungen, aber ich glaube nicht, dass es der Anfang von allem war“, sagt Bergamos Bürgermeister Gori. Der „Funke“ sei vielmehr ein Krankenhaus in der Region gewesen, in Alzardo Lombardo. Dort sei wahrscheinlich ein Patient mit einer vermeintlichen Lungenentzündung gewesen, die nicht als Covid-19 erkannt wurde. Er sei dann mit anderen Patienten und Medizinern in Kontakt gewesen. „Das erscheint mir die glaubwürdigere Erklärung für das Problem in Bergamo.“
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Google will 20 Faktencheck-Organisationen weltweit finanziell unterstützen, die sich dem Kampf gegen Desinformation, insbesondere im Zusammenhang mit dem Coronavirus, verschrieben haben. Das Förderprogramm soll ein Volumen von über 6,3 Millionen US-Dollar (5,8 Mio. Euro) haben, teilte der Internetkonzern am Donnerstag in Mountain View mit. Ziel des Förderprogramms sei es, vorhandene Expertise breiter zu nutzen, Erfahrungen zu teilen und so insgesamt die Verbreitung falscher Informationen zu verringern. In Deutschland werde das Recherchezentrum "Correctiv" unterstützt, um ein Programm weiter auszubauen, mit dem es Bürgerinnen und Bürger im Kampf gegen Desinformation einbeziehen will.
Google will 20 Faktencheck-Organisationen weltweit finanziell unterstützen, die sich dem Kampf gegen Desinformation, insbesondere im Zusammenhang mit dem Coronavirus, verschrieben haben. Das Förderprogramm soll ein Volumen von über 6,3 Millionen US-Dollar (5,8 Mio. Euro) haben, teilte der Internetkonzern am Donnerstag in Mountain View mit. Ziel des Förderprogramms sei es, vorhandene Expertise breiter zu nutzen, Erfahrungen zu teilen und so insgesamt die Verbreitung falscher Informationen zu verringern. In Deutschland werde das Recherchezentrum „Correctiv“ unterstützt, um ein Programm weiter auszubauen, mit dem es Bürgerinnen und Bürger im Kampf gegen Desinformation einbeziehen will.
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Cottbus / 31. März 2020, 17:03 Uhr
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