Bildergalerie German Meeting in Cottbus: Olympiasieger, Barfußläufer, Preisgeldbetrüger

Der Schnellste: Frankie Fredericks aus Namibia knackte 1995 im Cottbuser Leichtathletik-Stadion die Schallmauer von 10 Sekunden über 100 Meter. Fredericks schlug dabei unter anderen den späteren Olympiasieger und Weltmeister Donovan Bailey aus Kanada. Im Jahr 2009 war dann Sprintstar Tyson Gay (USA) in Cottbus zu Gast. Wegen einer kleinen Verletzung verzichtete er dann allerdings auf den Start, weil acht Tage später die WM im Berliner Olympiastadion anstand.
Der Schnellste: Frankie Fredericks aus Namibia knackte 1995 im Cottbuser Leichtathletik-Stadion die Schallmauer von 10 Sekunden über 100 Meter. Fredericks schlug dabei unter anderen den späteren Olympiasieger und Weltmeister Donovan Bailey aus Kanada. Im Jahr 2009 war dann Sprintstar Tyson Gay (USA) in Cottbus zu Gast. Wegen einer kleinen Verletzung verzichtete er dann allerdings auf den Start, weil acht Tage später die WM im Berliner Olympiastadion anstand.
© Foto: German Meeting Cottbus
Die Erfolgreichste: Allyson Felix (l.) aus den USA ist mit 12 WM-Titeln die erfolgreichste Teilnehmerin bei Leichtathletik-Weltmeisterschaften. Mit sechs Gold- und drei Silbermedaillen ist sie zudem die Leichtathletin mit der besten Ausbeute bei Olympischen Spiele. 2009 war Felix mit vielen weiteren Top-Stars beim Jubiläums-Event in Cottbus zu Gast und lief in der US-Staffel. Meeting-Chef Ulrich Hobeck hatte den Termin direkt vor die Leichtathletik-WM in Berlin legen lassen – und so waren die Weltklasse-Athleten alle bereits in Deutschland verfügbar.
Die Erfolgreichste: Allyson Felix (l.) aus den USA ist mit 12 WM-Titeln die erfolgreichste Teilnehmerin bei Leichtathletik-Weltmeisterschaften. Mit sechs Gold- und drei Silbermedaillen ist sie zudem die Leichtathletin mit der besten Ausbeute bei Olympischen Spiele. 2009 war Felix mit vielen weiteren Top-Stars beim Jubiläums-Event in Cottbus zu Gast und lief in der US-Staffel. Meeting-Chef Ulrich Hobeck hatte den Termin direkt vor die Leichtathletik-WM in Berlin legen lassen – und so waren die Weltklasse-Athleten alle bereits in Deutschland verfügbar.
© Foto: German Meeting Cottbus
Der Weltstar: Javier Sotomayor aus Kuba ist und bleibt ein Ausnahme-Athlet. Der Hochspringer hält mit seinen Sprüngen von 2,45 Meter (27. Juli 1993) und 2,43 Meter in der Halle (4. März 1989) noch immer die aktuellen Weltrekorde. In Cottbus sprang er im Jahr 1991 immerhin über 2,30 Meter – diese Höhe erreichte in der Lausitz danach kein Springer mehr.
Der Weltstar: Javier Sotomayor aus Kuba ist und bleibt ein Ausnahme-Athlet. Der Hochspringer hält mit seinen Sprüngen von 2,45 Meter (27. Juli 1993) und 2,43 Meter in der Halle (4. März 1989) noch immer die aktuellen Weltrekorde. In Cottbus sprang er im Jahr 1991 immerhin über 2,30 Meter – diese Höhe erreichte in der Lausitz danach kein Springer mehr.
© Foto: German Meeting Cottbus
Die Cottbus-Werberin: An die norwegische Speerwurf-Olympiasiegerin Trine Hattestad erinnert sich Meeting-Direktor Ulrich Hobeck gern zurück. "Sie hatte eine offene, sympathische Art,  die bei unserem Publikum sehr gut ankam", beschreibt er. Mit Hattestad war auch ein norwegischer Journalist nach Cottbus gekommen. Dem gefiel es in der Lausitz so gut, dass er in seiner Heimat in einer großen Tageszeitung umfangreich und voller Lob über Cottbus berichtete. Im kommenden Jahr kam Hattestad erneut zum German Meeting – und mit ihr tatsächlich etliche Fans aus Norwegen, die wissen wollten, ob es in Cottbus tatsächlich so schön ist.
Die Cottbus-Werberin: An die norwegische Speerwurf-Olympiasiegerin Trine Hattestad erinnert sich Meeting-Direktor Ulrich Hobeck gern zurück. „Sie hatte eine offene, sympathische Art, die bei unserem Publikum sehr gut ankam“, beschreibt er. Mit Hattestad war auch ein norwegischer Journalist nach Cottbus gekommen. Dem gefiel es in der Lausitz so gut, dass er in seiner Heimat in einer großen Tageszeitung umfangreich und voller Lob über Cottbus berichtete. Im kommenden Jahr kam Hattestad erneut zum German Meeting – und mit ihr tatsächlich etliche Fans aus Norwegen, die wissen wollten, ob es in Cottbus tatsächlich so schön ist.
© Foto: German Meeting Cottbus
Die Wertvollsten: Für die hochkarätigsten Athleten musste Meeting-Direktor Ulrich Hobeck beim Startgeld durchaus tief in die Tasche greifen: Heike Drechsler und Marc McKoy als frisch gebackene Olympiasieger gehörten 1992 dazu, ebenso wie die seinerzeit aktuellen Weltmeister Frankie Fredericks oder Robert Harting. Drechsler, der absolute Star des vereinigten Leichtathletik-Deutschlands war öfter in der Lausitz zu Gast. Im Rundschau-Interview sagte sie einmal: "Die Wettkämpfe in Cottbus waren immer Höhepunkte für mich." Und für Meeting-Chef Hobeck war sie jede D-Mark wert. Er berichtete: "Heike war für uns ein Hauptgewinn. Damals wollten die Mädchen beim Training alle die nächste Drechsler werden. Diese Vorbilder brauchen wir, um Aufmerksamkeit zu bekommen."
Die Wertvollsten: Für die hochkarätigsten Athleten musste Meeting-Direktor Ulrich Hobeck beim Startgeld durchaus tief in die Tasche greifen: Heike Drechsler und Marc McKoy als frisch gebackene Olympiasieger gehörten 1992 dazu, ebenso wie die seinerzeit aktuellen Weltmeister Frankie Fredericks oder Robert Harting. Drechsler, der absolute Star des vereinigten Leichtathletik-Deutschlands war öfter in der Lausitz zu Gast. Im Rundschau-Interview sagte sie einmal: „Die Wettkämpfe in Cottbus waren immer Höhepunkte für mich.“ Und für Meeting-Chef Hobeck war sie jede D-Mark wert. Er berichtete: „Heike war für uns ein Hauptgewinn. Damals wollten die Mädchen beim Training alle die nächste Drechsler werden. Diese Vorbilder brauchen wir, um Aufmerksamkeit zu bekommen.“
© Foto: German Meeting Cottbus
Der Hingucker: Der Kenianer Christopher Koskei (hier bei seinem WM-Sieg 1999) war der Hingucker beim Cottbuser Meeting im Jahr 1995. Als er auf die Strecke über 3000 Meter Hindernis ging, staunten die Zuschauer im Leichtathletik-Stadion nicht schlecht: Koskei lief barfuß und gewann vor dem begeisterten Publikum. Später war Koskei übrigens in einen Leichtathletik-Skandal verwickelt: 1999 war eine Million US-Dollar für denjenigen Leichtathleten gesetzt, der alle sieben Golden-League-Wettkämpfe gewinnt. Das britische Fernsehen brachte den Betrug ans Licht. Tonbandaufnahmen belegten, dass es zu einer Absprache zwischen Koskei und seinem Landsmann Bernard Barmasai gekommen war: Koskei verlor absichtlich, damit Barmasai das Preisgeld gewinnt.
Der Hingucker: Der Kenianer Christopher Koskei (hier bei seinem WM-Sieg 1999) war der Hingucker beim Cottbuser Meeting im Jahr 1995. Als er auf die Strecke über 3000 Meter Hindernis ging, staunten die Zuschauer im Leichtathletik-Stadion nicht schlecht: Koskei lief barfuß und gewann vor dem begeisterten Publikum. Später war Koskei übrigens in einen Leichtathletik-Skandal verwickelt: 1999 war eine Million US-Dollar für denjenigen Leichtathleten gesetzt, der alle sieben Golden-League-Wettkämpfe gewinnt. Das britische Fernsehen brachte den Betrug ans Licht. Tonbandaufnahmen belegten, dass es zu einer Absprache zwischen Koskei und seinem Landsmann Bernard Barmasai gekommen war: Koskei verlor absichtlich, damit Barmasai das Preisgeld gewinnt.
© Foto: Anja_Niedringhaus
Die besondere Athletin: Stabhochspringerin Yvonne Buschbaum überquerte im Jahr 2002 die Latte bei 4,50 Metern und egalisierte so den Meeting-Rekord. An der Höhe von 4,57 Meter scheiterte sie indes, das wäre deutscher Rekord gewesen. Im Jahr 2007 allerdings meisterte Buschbaum ein wohl weitaus höheres Hindernis. Sie outete sich als Transgender, der sich als Mann im Körper einer Frau fühlt. Buschbaum begann eine Hormontherapie und unterzog sich später einer geschlechtsangleichenden Operation. Heute lebt Balian Buschbaum als Mann in Aschaffenburg, schreibt Bücher und organisiert Wüstenreisen.
Die besondere Athletin: Stabhochspringerin Yvonne Buschbaum überquerte im Jahr 2002 die Latte bei 4,50 Metern und egalisierte so den Meeting-Rekord. An der Höhe von 4,57 Meter scheiterte sie indes, das wäre deutscher Rekord gewesen. Im Jahr 2007 allerdings meisterte Buschbaum ein wohl weitaus höheres Hindernis. Sie outete sich als Transgender, der sich als Mann im Körper einer Frau fühlt. Buschbaum begann eine Hormontherapie und unterzog sich später einer geschlechtsangleichenden Operation. Heute lebt Balian Buschbaum als Mann in Aschaffenburg, schreibt Bücher und organisiert Wüstenreisen.
© Foto:
Der Marathon-Star: Kenenisa Bekele aus Äthiopien (hier bei seinem Olympiasieg 2004 in Athen) steht aktuell auf Rang zwei der schnellsten, jemals gelaufenen Marathons. 2019 verpasst der 38-Jährige mit der Zeit von 2:01:41 Stunden nur um zwei Sekunden den Weltrekord von Eliud Kipchoge. Im Jahr 2000 war der damals 18-Jährige in Cottbus zu Gast und startet auf der 3000-Meter-Strecke. Im gleichen Jahr wurde er Junioren-Vizeweltmeister und 2003 gab es dann die Wachablösung: Bekele schlug bei der WM erstmals den bisherigen Langstrecken-Dominator Haile Gebrselassie über 10000 Meter und holte danach dreimal Olympia-Gold.
Der Marathon-Star: Kenenisa Bekele aus Äthiopien (hier bei seinem Olympiasieg 2004 in Athen) steht aktuell auf Rang zwei der schnellsten, jemals gelaufenen Marathons. 2019 verpasst der 38-Jährige mit der Zeit von 2:01:41 Stunden nur um zwei Sekunden den Weltrekord von Eliud Kipchoge. Im Jahr 2000 war der damals 18-Jährige in Cottbus zu Gast und startet auf der 3000-Meter-Strecke. Im gleichen Jahr wurde er Junioren-Vizeweltmeister und 2003 gab es dann die Wachablösung: Bekele schlug bei der WM erstmals den bisherigen Langstrecken-Dominator Haile Gebrselassie über 10000 Meter und holte danach dreimal Olympia-Gold.
© Foto: Arne_Dedert
Der Fernseh-Verweigerer: Misoi Kipkurui (r. bei einem Meeting in Stuttgart) war nach dem German Meeting 1997 noch zu einer Autogramm-Stunde ins damalige Horten-Kaufhaus eingeladen worden. Als Dank dafür durfte sich der spätere Afrika-Meister einen Artikel aus dem Kaufhaus-Sortiment aussuchen. Meeting-Direktor Ulrich Hobeck erinnert sich: "Wir hatten ihm einen hochmodernen Fernseher empfohlen. Doch der kenianische Hindernisläufer hatte Bedenken wegen des Transports, außerdem konnte er in Kenia etwas anderes offenbar besser gebrauchen: Er entschied sich für ein Klappfahrrad."
Der Fernseh-Verweigerer: Misoi Kipkurui (r. bei einem Meeting in Stuttgart) war nach dem German Meeting 1997 noch zu einer Autogramm-Stunde ins damalige Horten-Kaufhaus eingeladen worden. Als Dank dafür durfte sich der spätere Afrika-Meister einen Artikel aus dem Kaufhaus-Sortiment aussuchen. Meeting-Direktor Ulrich Hobeck erinnert sich: „Wir hatten ihm einen hochmodernen Fernseher empfohlen. Doch der kenianische Hindernisläufer hatte Bedenken wegen des Transports, außerdem konnte er in Kenia etwas anderes offenbar besser gebrauchen: Er entschied sich für ein Klappfahrrad.“
© Foto: Imago Sportdienstfoto GmBH
Die Tänzerin: Den Rekord-Sprung und auch den Siegestanz von Chaunte Howard-Lowe aus den USA kann man sich auf Youtube noch immer anschauen. Die US-Amerikanerin war der Sonnenschein des Meetings im Jahr 2010. Im ersten Wettkampf-Jahr nach der Geburt ihrer Tochter Jasmin sprang sie über 2,04 Meter und jubelte über den neuen US-Rekord. Inzwischen bereitet sich die dreifache Mutter wieder auf die Olympischen Spiele vor. Tokio 2021 wäre ihre fünfte Olympia-Teilnahme. Allerdings kämpft Chaunte Howard-Lowe noch immer mit den Folgen einer Brustkrebs-Erkrankung. Im vergangenen Herbst musste sie sich mehreren Chemo-Therapien unterziehen.
Die Tänzerin: Den Rekord-Sprung und auch den Siegestanz von Chaunte Howard-Lowe aus den USA kann man sich auf Youtube noch immer anschauen. Die US-Amerikanerin war der Sonnenschein des Meetings im Jahr 2010. Im ersten Wettkampf-Jahr nach der Geburt ihrer Tochter Jasmin sprang sie über 2,04 Meter und jubelte über den neuen US-Rekord. Inzwischen bereitet sich die dreifache Mutter wieder auf die Olympischen Spiele vor. Tokio 2021 wäre ihre fünfte Olympia-Teilnahme. Allerdings kämpft Chaunte Howard-Lowe noch immer mit den Folgen einer Brustkrebs-Erkrankung. Im vergangenen Herbst musste sie sich mehreren Chemo-Therapien unterziehen.
© Foto: German Meeting Cottbus
Der Lokalmatador: Robert Harting war in den beiden letzten Meeting-Jahren in Cottbus am Start. In Cottbus-Sachsendorf nur wenige Meter vom Leichathletik-Stadion aufgewachsen erlebte der Diskus-Olympiasieger und –Weltmeister 2010 und 2011 ein echtes Heimspiel. Was damals noch niemand ahnte: Mit seinem Meetingrekord von 68,51 Metern setzte er beim 22. German Meeting in Cottbus als Lokalmatador vor etwa 4000 Zuschauern einen Schlusspunkt.
Der Lokalmatador: Robert Harting war in den beiden letzten Meeting-Jahren in Cottbus am Start. In Cottbus-Sachsendorf nur wenige Meter vom Leichathletik-Stadion aufgewachsen erlebte der Diskus-Olympiasieger und –Weltmeister 2010 und 2011 ein echtes Heimspiel. Was damals noch niemand ahnte: Mit seinem Meetingrekord von 68,51 Metern setzte er beim 22. German Meeting in Cottbus als Lokalmatador vor etwa 4000 Zuschauern einen Schlusspunkt.
© Foto: Steffen Beyer
Cottbus / 28. Juni 2020, 15:14 Uhr
Das German Meeting der Leichtathletik hat in Cottbus wunderbare Geschichten geschrieben. Am 30. Juni 1990 erlebte die Traditionsveranstaltung ihre Geburtsstunde in der Lausitz. Zum Jubiläum erinnert die Rundschau an die Weltstars, die in Cottbus an den Start gingen. Olympiasieger, Publikumslieblinge, Barfußläufer und Preisgeldbetrüger gibt es hier zum Durchklicken.
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