Ortsbürgermeister Edgar Buchwald freute sich: Er nahm die Ehrung von Landrat Christian Jaschinski für die Gemeinde entgegen. Es war ein enges Schaulaufen der Dorfschönheiten beim achten Wettbewerb dieser Art auf Kreisebene, stellte Jaschinski in seiner Laudatio fest. Die Gemeinden und Ortsteile Schraden, Dollenchen, Bernsdorf, Möglenz und Wildenau hatten es der Jury um Wirtschaftsdezernent Eberhard Stroisch nicht leicht gemacht, so dass sie alle mit zweiten Plätzen geehrt wurden.

,,Das Ergebnis war knapp, aber zum Schluss doch eindeutig." Ausdrücklich wurden die Bemühungen aller teilnehmenden Gemeinden und Ortsteile gewürdigt, denn viele Dorfschönheiten würden dafür sorgen, dass es im Elbe-Elster-Kreis an zahlreichen Stellen immer strahlender glänzt, erklärte Jaschinski.

So konnten sich auch Bürgermeister Frank Sims (Schraden) und die Ortsbürgermeister Frank-Uwe Mittelstädt (Dollenchen), Christina Lehmann (Bernsdorf), Elke Hainke (Möglenz) und Herbert Radke (Wildenau) über die Anerkennung freuen. Mit dem diesjährigen Wettbewerb habe der Landkreis gemeinsam mit der Regionalen Wirtschaftsfördergesellschaft Elbe-Elster mbH erfolgreich an die vorangegangenen Wettbewerbe angeknüpft, lautete das Fazit.

Die Bewertungskommission hatte Baum- und Grüngestaltung vor Ort, das soziale und kulturelle Leben im Dorf, die Familienfreundlichkeit und wirtschaftliche Initiativen zu bewerten.

Beyern, so wurde hervorgehoben, konnte mit vielem punkten. So mit dem von der Gemeinde und einer privaten Initiative gemeinsam betriebenen Freizeitzentrum mit Sporthalle, das Veranstaltungen für die ganze Familie und alle Altersgruppen organisiert. Unternehmen und Einrichtungen bieten Arbeits- und Ausbildungsplätze, heißt es in der Begründung. Zahlreiche Einwohner sind in ortsansässigen Vereinen aktiv und gestalten Dorf- und Sportfeste, das traditionelle Osterfeuer sowie das Teichfahren, das Erntedankfest und den Sportlerball.

Punkten konnte der Ort auch mit dem schön gestalteten Dorfanger und der Kirche sowie gepflegten Häusern und Garten. ,,Heimat ist lebenswerte Landschaft und Umwelt", fasste Dr. Dietrich Hanspach während des Heimatkundetages später seinen Beitrag über das Schradenland zusammen. Dazu gehören auch die Dörfer und Ortsteile, haben Beyern und die anderen Wettbewerbsteilnehmer gezeigt.

Der Sieg ist für Beyern zugleich Verpflichtung, weiß Ortsbürgermeister Edgar Buchwald, denn der Kreissieger hat sich für den landesweiten Wettbewerb im kommenden Jahr qualifiziert. ,,Da lautet unser Ziel, möglichst weit vorn zu landen", gab Landrat Jaschinski mit auf den Weg.

Die Freude über die Auszeichnung in den Augen von Edgar Buchwald und seiner Mitstreiter versprach: ,,Dafür werden wir alles tun." Herr Buchwald, wie erwartet kam der Sieg?

Völlig unerwartet. Wir haben absolut nicht damit gerechnet, denn alle sechs Gemeinden konnten Besonderes vorweisen. Deshalb war die Freude groß.

Was war denn bei Beyern das Besondere?

Vielleicht, dass wir mit unserem Einsatz um erneuerbare Energien an der Sporthalle überzeugt haben und wir uns wirklich als Dorfgemeinschaft präsentieren konnten.

Gibt es neue Vorhaben für den Landeswettbewerb im nächsten Jahr?

Auf unserer Sporthalle werden wir eine Solaranlage aufbauen. Ansonsten setzen wir unsere erfolgreiche Arbeit fort. Vor allem werden wir überlegen, wofür wir im Ortsteil die 2500 Euro Siegprämie einsetzen können.

Wird der Erfolg auch noch gefeiert?

Sicher werden wir uns mit den aktiven Helfern im Dorf wie zum Beispiel Hannelore Schmidt und Andy Löppen zusammen setzen und anstoßen. Ich kann hier gar nicht alle aktiven Bürger aufzählen.