Künftig ist es möglich, einmal jährlich kostenlos eine Information darüber zu verlangen, welche persönlichen Daten Auskunfteien über die eigene Person gespeichert haben. Dies erleichtere die zügige Korrektur fehlerhafter Angaben, die eine Kreditwürdigkeit falsch darstellen, so dieVerbraucherzentrale Brandenburg.Beim Scoring erheben Auskunfteien wie Schufa oder Info-score Daten von Verbrauchern, die über ihre Finanzkraft Auskunft geben sollen. Dazu gehören Angaben zu Familienstand und Adresse, Einkommens- und Vermögensverhältnissen, vor allem zu Konto- und Kreditverträgen sowie zur Zahlungsmoral. Daraus wird ein Wert (Score) ermittelt, der Zahlungsrisiken bewerten soll. Von diesem Wert leiten Unternehmen ab, ob und zu welchen Bedingungen sie einen Kredit, Handy-, Energielieferungs-, oder Wohnungsmietvertrag anbieten. Score-Werte ab 98 Prozent gelten als gut - je niedriger der Wert liegt, desto höher sind beispielsweise die geforderten Zinsen, für einen Kredit. "Sowohl die bisherige Praxis, Vertragsentscheidungen allein aufgrund einer automatisierten Scorewertberechnung zu fällen, als auch die mangelnde Transparenz dieser Verfahren für die Betroffenen waren unbefriedigend", so Erik Schaarschmidt von der Verbraucherzentrale. Künftig sind computergestützte Entscheidungen grundsätzlich durch weitere Prüfungen einer natürlichen Person zu ergänzen und zu erläutern. "Da Fehler gar nicht selten vorkommen und sich Kredit- oder Vertragsentscheidungen manchmal existenziell auswirken, sollte die Kontrollmöglichkeit genutzt werden", so der Verbraucherschützer. pm/han