Internationale Puppentheaterfestival im Elbe-Elster-Kreis. Den Titel des Stückes will Bettina Beyer im Vorfeld noch nicht nennen. Nur so viel: Es handelt sich um ein Märchen aus der Romantik, jener Zeit, als das Schattentheater in Deutschland Einzug hielt. Ihr Spiel wird am Klavier von Sohn Martin Beyer begleitet.

Die große Schattenbühne soll künftig nicht nur zu den Puppentheater-Höhepunkten im Museum, sondern auch bei historischen Führungen zum Einsatz kommen. Bereits als Kind hatte sich die Kraupaerin ein kleines Schattentheater aus einem Schuhkarton gebastelt. Als im vergangenen Jahr der Lubwartturm wegen der Bauarbeiten an der Treppenkonstruktion gesperrt wurde, entschloss sie sich, die bei den Kräuterführungen vermittelten Sagen von nun an mit einem kleinen Schattentheater darzustellen. Das Puppentheater von Sohn Martin wurde in der Werkstatt einfach umfunktioniert, eine Lampe als Hintergrundbeleuchtung angebracht und die Figuren als Scherenschnitte angefertigt. Daneben schreibt Bettina Beyer ihre Theaterstücke selbst, in Anlehnung an regionale Sagen.

Die neue Bühne ist fast drei Meter breit und zwei Meter hoch, mit drei voneinander getrennten Spielflächen. Dazu bastelt Bettina Beyer die Figuren wie Wassermann, Schlangenkönig und Kobolde mit Schere, Pappe und Draht. Mit bunten Folien wurden sie auch farbig gestaltet.