Und die Köche der Premieren-Teilnehmer – Einkaufswelt&Imbiss Lichterfeld, Mühlenschänke Plessa und Gemeinnütziger Verein zur Förderung der beruflichen Bildung – rieben sich die Augen über den Ansturm. Kurz nach 10 Uhr kamen bereits die ersten Hungrigen, meist mit Behältern, um sich rechtzeitig ohne Gedränge das Mittagsmenü zu sicher. Nicht einmal eine Stunde später hieß es Anstehen. Kurz nach 12 Uhr war die Erbsensuppe von Mc Erbse aus Lauchhammer schon ausverkauft. Er konnte schnell von zu Hause nachordern, insgesamt gut 300 Portionen hat er bis zum Abend verkauft. Auch der Chili-con-Carne-Eintopf von Wilfried Zander war kurz nach 13 Uhr alle, Matthias Eichhorn von der Reichenhainer Gaststätte „Zum Eichhörnchen“ holte Kürbissuppe nach und das „Parkrestaurant Holzhof“ verkaufte 150 Liter Wild-, 130 Liter Kohlrüben- und 80 Liter Fischsuppe. Die 120 Liter Goji-Beeren-Suppe des gemeinnützigen Vereins waren ebenso ein Renner wie die Holundersuppe des „Elstertals“ aus Zeischa. 180 Liter süß-saure Flecke und etwa 100 Liter Kartoffelsuppe hat der „Hamburger Hof“ verkauft. Die Cranberry-Apfel- Suppe und der Heidschnucken-Topf vom Gasthaus „Zu den drei Rosen“ Winkel waren auch gegen 13.30 Uhr restlos alle. Kaum ein Wirt hatte um 14 Uhr noch alle Suppen im Angebot. Deutlich zugenommen hat die Gästeschar, vor allem aus Sachsen.

Während gegen 12 Uhr noch einige Gäste bemängelten, dass diesmal kein Zelt aufgebaut wurde – „das ist kuschliger“, hieß es – genossen ab 13 Uhr die Besucher den Glühwein bei strahlendem Sonnenschein und lobten die Atmosphäre auf dem Markt. Nur, so hieß es, der eine oder andere Heizstrahler mehr wäre nicht schlecht gewesen. Da die Niederschlagsprognose gegen null Prozent tendierte, hatten die Veranstalter auf das Zelt in diesem Jahr verzichtet.

Zum Preis der einen oder anderen Suppe und zur ausgegebenen Menge pro Portion gab es Diskussionen. Mehrheitlich erklärten die Köche, dass zu bedenken sei, dass alle Suppen mit viel Aufwand und guten Zutaten selbst hergestellt werden. Darüber hinaus müsste man hinsichtlich des Preises auch den unterschiedlichen Grad der Fleisch- und Gemüse einlage bedenken. Bayer blockiert „Sachsenlawine“ in Brandenburg. Weil ein Auto-Spediteur aus Bayern mit seinem Lkw die Tonnage-Begrenzung der Innenstadt nicht beachtete, über die enge Friedrich-Jage-Straße versuchte, durchs Stadtzentrum zu gelangen und dabei eine historische Straßenlaterne umfuhr, musste die Fahrzeugkolonne aus Sachsen bis in die Mittagsstunden wegen der Unfallaufnahme zunächst umgeleitet werden.

Antenne berichtet live. Antenne Brandenburg hat am Mittwoch live aus Elsterwerda berichtet und sich mehrfach mit aktuellen Beiträgen ins Tagesprogramm zugeschaltet. Die „Sächsische Zeitung“ war vor Ort, um in ihrer heutigen Ausgabe davon zu berichten, wie die Sachsen den Feiertag in Brandenburg verbringen.

Tag der Komplimente. Elsterwerdas Bürgermeister Dieter Herrchen würdigte die Suppenmeile als einen weiteren Publikumsmagneten im Jahr der 800-Jahr-Feier der Stadt. Er dankte den Köchen und Organisatoren für ihr Engagement. Im Gegenzug lobten die Suppenkocher die Unterstützung durch die Stadtverwaltung und den Bauhof.

Programm erweitert. Die Suppenmeile wurde in diesem Jahr durch einen kleinen bunten Markt und eine Autopräsentation auf dem Nebenplatz erweitert.

Sängerstadt wirbt. Mit einem attraktiven Stand hat die Sängerstadt Finsterwalde für die Tourismusregion geworben. Trotz Kühle konnten die beiden Mitarbeiterinnen zahlreiche Gespräche führen und Prospekte verteilen.

Nicht mehr wegzudenken. Das Angebot an leckeren Süßspeisen ist bei der Suppenmeile als Nachtisch nicht mehr wegzudenken. Viele Gäste würden nach einem Geschäftebummel noch einmal auf den Markt zurückkehren, haben Köche konstatiert.

Mehr Fotos auf lr-online. Mehr Impressionen der Suppenmeile gibt es auf der Internetseite der RUNDSCHAU unter www.lr-online.de.