Vor fast genau 110 Jahren eröffnete der damals 26-jährige Tischlermeister Max Pöthko in der Cottbuser Straße auf seinem neu erworbenen Grundstück eine Tischlerei für Fenster, Türen und Särge. Im Jahr 1914 investierte der Meister in einen ersten Pferde-Leichenwagen und im Jahr 1948 wurde ein alter Achtsitzer Audi (Baujahr 1927) zum Bestattungswagen umgebaut. Die Nachkriegszeit brachte es mit sich, dass der Enkel des Tischlermeisters Pöthko, Erich, 1951 als Umschüler im großelterlichen Betrieb neben der Bestattertätigkeit auch den Beruf des Tischlers erlernte. Seine Meisterprüfung legte er vier Jahre später ab und übernahm mit Beginn des Jahres 1959 den Betrieb von seinem Großvater. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Ingeborg entwickelte er das Unternehmen zu dem, was es heute noch ist.

Über fünf Jahrzehnte führte er den Betrieb, bis er sich zu seinem 70. Geburtstag entschloss, den Betrieb abzugeben. Seit dem 1. Januar führt Karl Leonhard den Betrieb unter dem Namen Erich Liefring weiter.

Heute stehen neben dem Inhaber die vier Angestellten Bettina Bäde, Patrick Fleischmann, Ellen Pautz und der geprüfte Bestatter und Funeralmeister Michael Schoppe den Hinterbliebenen mit Rat und Tat zur Seite. Das Bestattungsinstitut Erich Liefring verfügt seit reichlich zwei Jahren auch über eine eigene Feierhalle für Trauerfeiern und Verabschiedungen.

Die Mitarbeiter des Institutes öffnen die Tore regelmäßig zu den Tagen der offenen Unternehmen. Konfirmanden, Wander- und Radlergruppen, Pflegeleiter der verschiedenen Einrichtungen und Hospizmitarbeiter schauen regelmäßig vorbei und stellen ihre Fragen.