„Holzprodukte mit diesem Siegel müssen aus einer nachweisbar nachhaltigen Forstwirtschaft stammen“, erklärt Jens Gröger, Projektleiter am Freiberger Öko-Institut. Der „Blaue Engel“ wird nur an Holzbrennstoffe aus Wäldern vergeben, die mindestens den FSC-, PEFC- oder den Naturland-Kriterien entsprechen. Diese Siegel sind bereits seit vielen Jahren erfolgreich für Forstprodukte eingeführt. Ihre Kriterien werden nun erstmals auch auf Holzhackschnitzel und Pellets angewendet.

Zusätzlich müssen Nachhaltigkeitsanforderungen zum Schutz arten- und kohlenstoffreicher Flächen eingehalten werden, die in der EU für Biokraftstoffe gelten. Der „Blaue Engel“ für Holzhackschnitzel und Pellets stellt zudem sicher, dass für ihre Herstellung nur Reststoffe aus Sägewerken, Holz schnell wachsender Bäume oder Hölzer mit einem Durchmesser von mehr als sieben Zentimeter aus kontinuierlich bewaldeten Flächen verwendet werden. Damit verbleiben dünnere Äste im Wald und sichern dessen biologische Vielfalt und den natürlichen Nährstoffkreislauf.

Um das Umweltzeichen zu erhalten, ist der Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln zur Ertragssteigerung verboten. Außerdem dürfen nur chemisch unbehandelte Hölzer zum Einsatz kommen. Der Hersteller muss die Holzherkunft lückenlos dokumentieren.

Mehr Informationen zu den Gütesiegeln unter: www.fsc-deutschland.de, www.pefc.de und www.naturland.de.