Spannend waren die 90 Minuten vor dem Fernseher für Christa Dziumbla. Die Burgerin sah den Film zum ersten Mal. "Sogar mein Sohn Mario sitzt heute in Australien und guckt per Internet", sagte die sorbische Komparsin. Viele Szenen verband sie mit Erlebnissen bei den Filmaufnahmen in Dessau. Erzählt wird in dem Film über Familie Lerner. Die Mutter ist gestorben und Sohn und Tochter suchen nun nach einer Betreuungsmöglichkeit für den gehbehinderten Vater. Da Mutter Lerner Sorbin war, sollten bei der Beerdigung auch Sorbinnen dabei sein. So ergab sich die Einladung an die drei Frauen aus Burg, in entsprechender Trauertracht als Komparsen mitzuwirken. "Was wir bei unserer Zusage im letzten Jahr noch nicht wussten, dass wir auch ein sorbisches Lied singen sollten. Dabei können wir nicht singen", erinnerte sich Christa Dziumbla. Eine Gesangslehrerin wurde vom Filmteam engagiert. "Was allerdings eigentlich nicht ging, war der Umstand, dass wir wendische Trachten tragen und in obersorbisch singen mussten", kommentierte die Burgerin einen Fehler im Film. "Ansonsten wurde aber peinlich darauf geachtet, dass keine Fehler passieren." Interessante Gespräche habe sie geführt: "Die Anna Loos hat uns erzählt, dass sie jetzt bei der Gruppe Silly mitmacht. Der Hans-Joachim Wagner wollte unbedingt ein Erinnerungsfoto mit uns in der Tracht haben." Ihr Fazit der Dreharbeiten fiel positiv aus: "Der Inhalt des Films ist sehr wertvoll. Ich weiß jetzt, dass Schauspieler sein auch schwer ist."