Nach der Landratswahl waren nur wenig mehr als 24 Stunden ins Land gegangen, als Harald Altekrüger (Foto) am Dienstagabend im Bürgerhaus von Kausche auf die Drebkauer Kommunalpolitiker traf. Geradezu unauffällig gekleidet, mit gestreifter Krawatte und weißem Hemd, nahm er die Glückwünsche der Kommunalpolitiker entgegen - sowie ihre Blumensträuße. Applaus im Saal des Bürgerhauses. "Tja", sagte er, als die Stadtverordnetenversammlung eröffnet war. "Das war Teamarbeit . Am Ende hat vielleicht derjenige gesiegt, der die stärkeren Nerven hatte." Dies sollte seine einzige launige Bemerkung in eigener Sache zur Landratswahl bleiben, bevor er wieder einen sachlichen Tonfall anschlug. "Wir werden die verbleibende Zeit ordentlich nutzen. Es wird für Drebkau gut weiter gehen - davon bin ich überzeugt." Kurz und knapp hielt Altekrüger auch seinen anschließenden Bericht an die Stadtverordneten, in dessen Rahmen er die neue Kämmerin Sylvia Metag vorstellte, die aus dieser Funktion von Schwarzheide nach Drebkau gewechselt war. Schon nach vier Minuten hatte der Bürgermeister seinen Bericht beendet, worauf sich die Frage des Stadtverordneten Maik Bräunig anschloss: "Wie sehen denn jetzt die gesetzlichen Regelungen für Neuwahlen des Bürgermeisters aus?" Altekrügers Antwort: "Natürlich läuft alles nach dem Wahlgesetz ab, und die Parteien und Fraktionen sind aufgerufen, ihre Vorschläge zu unterbreiten." Vermutlich im September, so der Bürgermeister und neue Landrat, könne ein Nachfolger für seine Position in Drebkau gewählt werden. "Und mehr ist dazu jetzt nicht zu sagen."