Es ist das erste Mal, dass die ESMA von ihrer Möglichkeit Gebrauch macht, Verbraucher vor riskanten Finanzangeboten zu warnen. Häufig handele es sich bei diesen Offerten um Derivate, also Wetten auf Kursentwicklungen, erklärte die Finanzaufsicht. Diese seien spekulativ, und es bestehe ein hohes Risiko, dabei Geld zu verlieren. Zudem seien viele Anbieter gar nicht zugelassen und würden fälschlicherweise sogar mit einer angeblichen Zulassung durch die ESMA werben.

Abzocke mit Erotikrechnungen

Internetbetrüger verschicken nach Angaben von Verbraucherschützern aus Sachsen zurzeit falsche Rechnungen für ein Erotikportal. Die meist männlichen Empfänger werden darin aufgefordert, für ihre angebliche Anmeldung bei einer Seite mit eindeutiger Adresse eine dreistellige Jahresgebühr zu zahlen. Die Verbraucherzentrale Sachsen rät, diese Rechnungen nicht zu begleichen – auch nicht aus falscher Scham. Stattdessen sollten Verbraucher dem Schreiben schriftlich und nachweislich widersprechen, zum Beispiel per Einschreiben mit Rückschein.

Berufsunfähig – wann die Versicherung zahlt

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung muss zahlen, wenn der Versicherte einen Invaliditätsgrad von 50 Prozent erreicht hat. Aber was heißt das in der Praxis? Das Oberlandesgericht Köln befasste sich mit dieser Frage und entschied: Die 50-Prozent-Grenze bemisst sich danach, ob der Versicherte noch 50 Prozent seines bisherigen Berufs ausüben kann. Anhaltspunkt ist dabei die Arbeitszeit. Die Versicherung muss die noch ausübbare Tätigkeit ins Verhältnis zu der nicht ausübbaren Tätigkeit setzen. Beträgt der Anteil der nicht ausübbaren Tätigkeit mehr als 50 Prozent, ist von einer Berufsunfähigkeit auszugehen

(Az.: OLG Köln 20 U 43/11).