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Berlin-Pendler brauchen langen Atem

Cottbus/Berlin. Mit dem Konzept "i2030" sollen die Bahnverbindungen für Pendler zwischen Berlin und dem Brandenburger Umland verbessert werden. Daran wollen die beiden Bundesländer und die Deutsche Bahn nun gemeinsam arbeiten, wie sie in der Vorwoche mitteilten.

"Die Züge werden immer voller", sagte Susanne Henckel, die Geschäftsführerin des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg. "Vor allem in den Spitzenzeiten wird es immer schwieriger, noch einen Sitzplatz zu bekommen." Für den Süden Brandenburgs ist das eher untertrieben. Der Regionalexpress 2 zwischen Cottbus und der Hauptstadt ist nicht nur in Spitzenzeiten überfüllt. Wenn Henckel weiter erklärt, dass etwa längere Bahnsteige, zusätzliche Gleise und neue Haltepunkte nötig seien, um mehr Fahrgäste aufnehmen zu können, dann wird die Lausitz zusätzlich hellhörig.

Denn die gegenwärtig verkehrenden Odeg-Züge lassen sich nicht verlängern, das zweite Gleis zwischen Lübbenau und Cottbus ist in Angriff genommen - aber längst nicht in Sicht - und statt neuer Haltepunkte würde der Region die Anbindung der abgekoppelten Kolkwitz, Kunersdorf und Raddusch ausreichen.

Die Potsdamer Ministerin Kathrin Schneider stellt denn auch klar, dass es keine schnellen Lösungen geben werde. Es gehe um die Entwicklung der Region in den nächsten 20 Jahren. Nach der Vereinbarung, die Berlin, Brandenburg und die Bahn jetzt unterzeichnet haben, übernehmen die Länder die Kosten für vorbereitende Untersuchungen und Planungen. ta/abr