Verbesserungsbedarf werde aber auch im Job-Center Elbe-Elster gesehen. Leider würden Entscheidungen nicht immer fehlerfrei getroffen, jedoch sei es durch ein weitreichendes Qualitätsmanagement gelungen, den Fehleranteil gegenüber dem Vorjahr zu verringern.Von den rund 3500 im vergangenen Jahr bearbeiteten Widersprüchen gegen Entscheidungendes Leistungsbereiches seien unter 32 Prozent (2008 etwa 34 Prozent) ganz oder teilweise fehlerhaft gewesen. Das sei weniger als im Bundesdurchschnitt (etwa 36 Prozent). "Mit anderen Worten, über zwei Drittel der Bescheide sind korrekt. Die Ergebnisse von Klagen vor dem Sozialgericht bestätigen ebenfalls die weitgehend korrekte Arbeit. Das Job-Center Elbe-Elster änderte knapp 30 Prozent der Bescheide nachträglich ab", heißt es wörtlich. Im Bundesdurchschnitt sei die Hälfte aller Bescheide nach einem Sozialgerichtsverfahren zu ändern. Leider kämen die fehlerhaften Bescheide in etwa 40 Prozent aller Fälle nur dadurch zustande, dass Unterlagen von Betroffenen bei der Entscheidung noch nicht vorlagen und erst im Widerspruchsverfahren eingereicht würden oder dass gänzlich neue Sachverhalte erst nachträglich vorgetragen würden. Die Kunden des Job-Centers sollten alle leistungsrelevanten Tatsachen, wie beispielsweise die Einkommens- und Vermögensverhältnissen oder die Aufwendungen für die Unterkunft, zeitnah bekanntgeben, damit diese bei der Erteilung des Bescheides berücksichtigt werden können.Daneben wird empfohlen, sich im Job-Center zunächst beraten zu lassen, wenn Fragen oder Unklarheiten zu den Bescheiden entstehen. Dadurch können in vielen Fällen auch ohne Widerspruchsverfahren Probleme und Fragen geklärt und Bescheide richtig gestellt werden. red/fh