Der Satz "Wir sind schwanger" bekäme durch eine solche Co-Schwangerschaft eine ganz andere Bedeutung. Aber stimmt das eigentlich?

Möglich ist das, sagt Jan-Peter Siedentopf, Oberarzt in der Klinik für Geburtsmedizin an der Charité-Universitätsmedizin Berlin. "Es kann aber auch noch mehr sein als eine bloße Gewichtszunahme." Dann sprechen Mediziner vom Couvade-Syndrom. Das französische Wort couver bedeutet so viel wie ausbrüten oder bemuttern.

Es gibt Männer, die während der Schwangerschaft ihrer Frau oder Freundin die typischen Befindlichkeitsstörungen auch bekommen: "Gewichtszunahme, Veränderungen des Appetits, Bauchbeschwerden", zählt Siedentopf auf und verweist auf eine Studie aus Gdansk (Danzig) mit 143 werdenden Vätern: Fast drei Viertel (72 Prozent) waren laut der Untersuchung co-schwanger. "Das ist nicht nur mit einer Verhaltensänderung der Frau erklärbar."

Sehr empathische Männer scheinen besonders betroffen. Es gebe eine ausgeprägte psychische Ursache, denn auch für den Vater steht eine Veränderung an. "Es sind aber auch hormonelle Veränderungen bei manchen werden den Vätern beobachtbar. "