Klingen die Beschwerden nicht nach einem bis drei Tagen von selbst ab, seien sie ein Fall für den Arzt, sagt der DGVS-Experte Prof. Ansgar Lohse vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Das gelte auch, wenn Fieber, starke Schmerzen, Blut oder Schleim im Stuhl auftreten. Besonders bei chronisch Kranken, Senioren und kleinen Kindern könne Durchfall schwere Folgen haben und dazu führen, dass ihr Körper austrocknet.

Um sich von vornherein vor Reisedurchfall zu schützen, sollten Reisende in den Tropen oder Subtropen auf rohe Milch- und Eierspeisen verzichten. Denn bei Lebensmitteln wie Speiseeis, Pudding oder Mayonnaise, aber auch bei Rohkost wie Salaten und offenen Getränken sowie Eiswürfeln besteht die Gefahr, dass sie mit Krankheitskeimen verunreinigt sind.

Wissenschaftler Lohse rät daher nachdrücklich, nur aus originalverschlossenen Flaschen zu trinken oder abgekochtes Wasser zu verwenden und nur durchgegarte Speisen zu verzehren. Unbedenklich sei Obst, das sich schälen lässt. Grundsätzlich, so Lohse, sollten sich Urlauber an die alte Regel halten: "Boil it, peel it or forget it", was übersetzt heißt: "Koch es, schäl es oder vergiss es."

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