Kurzfristig eigne sich etwa ein Tagesgeldkonto als Anlageform. Mittel- und längerfristig sei das Geld für den Nachwuchs in Bank- oder Fondsparplänen gut aufgehoben. Als weniger empfehlenswert halten die Verbraucherschützer zum Beispiel Ausbildungsversicherungen oder Generationenpolicen. Denn häufig steckten hinter diesen Produkten überteuerte Kombinationen aus unflexiblem Sparvertrag und mäßigem Versicherungsschutz. Problematisch könnten auch Bausparverträge werden. Wenn diese aufgrund veränderter Lebensumstände wieder gekündigt werden müssen, entstehe oft ein Verlust.

Gesundheitsprobleme stets angeben

Bei Bestandskunden verzichten Berufsunfähigkeitsversicherungen gelegentlich auf die eigentlich vorgesehene Gesundheitsprüfung und gewähren Versicherungsschutz unabhängig vom Gesundheitszustand. Das führt nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Nürnberg jedoch nicht dazu, dass Krankheiten mitversichert sind, die schon bei Versicherungsbeginn eingetreten waren. Denn auch ohne Gesundheitsprüfung kann eine Leistungspflicht des Versicherers nur dann begründet werden, wenn der Beginn des Versicherungsfalls in die Laufzeit und Haftungszeit des Vertrages fällt (Az.: 8 U 2330/10).

Anonyme Bewertung von Ärzten ist rechtens

Es gehört zum Recht auf Meinungsfreiheit, dass Patienten ihre Meinung über Ärzte in öffentlichen Internet-Bewertungsportalen anonym äußern dürfen. Darauf macht die Zeitschrift Finanztest, Heft 11/11, aufmerksam und verweist auf ein Urteil des Oberlandesgerichts Hamm. Demnach kann der schlecht bewertete Arzt nicht verlangen, dass der Betreiber den Beitrag löscht, solange die Bewertung keine falsche Tatsachenbehauptung enthält (Az.:I-3 U 196/19).