Nach der EU-Fluggastrechteverordnung ist eine Fluggesellschaft für einen nicht verantwortbaren Defekt, der zum Flugausfall führt, nicht zu einer Ausgleichszahlung verpflichtet. Das entschied das Landgericht Hamburg (Az.: 318 S 98/11). Über den Fall berichtet die Deutsche Gesellschaft für Reiserecht in ihrer Zeitschrift "Reise-Recht aktuell".

Die Klägerin hatte von der Airline eine Ausgleichszahlung verlangt, da ihr Flug von Brüssel nach Kigali annulliert worden war. Eine Kollision mit Vögeln hatte einen Defekt am Flugzeug verursacht. In erster Instanz hatte das Amtsgericht der Klägerin das Geld zugesprochen. Das Landgericht gab jedoch in diesem Fall der Airline recht.

Begründung: Eine Fluggesellschaft habe keine Möglichkeit, eine Kollision mit Vögeln zu vermeiden. Defekte, die dadurch entstehen, zeigten sich zwar oft erst bei näherer Untersuchung, seien aber nicht auf mangelhafte Wartung des Flugzeugs zurückzuführen.