Wie stark es Arbeitnehmer treffen kann, hängt von der Lage des Unternehmens ab. Leidet die Firma unter einer erheblichen wirtschaftlichen Belastung, darf sie die Betriebsrente auf den vom Arbeitnehmer bislang erworbenen Anspruch einfrieren. Der Arbeitgeber zahlt also zeitlich begrenzt oder bis zum Renteneintritt nichts mehr in den Rententopf. Die Betriebsrente wird auf Basis des aktuellen Gehalts berechnet, statt nach dem höheren letzten Gehalt vor Rentenbeginn. Normalerweise steigt die Rente mit den Jahren der Betriebszugehörigkeit. Um eine Pleite abzuwenden, dürfen Arbeitgeber im Ausnahmefall auch in die von ihnen finanzierte betriebliche Altersversorgung ihrer Mitarbeiter eingreifen und etwa bereits erworbene Ansprüche kürzen. Geht eine Firma in Insolvenz, steht der Pensions-Sicherungs-Verein (PSV) für die Betriebsrenten gerade. Er sichert sowohl laufende Renten als auch die bis zur Pleite erworbenen Ansprüche - vorausgesetzt, der Arbeitnehmer ist mindestens 30 Jahre alt und hat seit wenigstens fünf Jahren vom Arbeitgeber eine Zusage für eine Betriebsrente. Arbeitnehmer, die ihre Betriebsrente per Gehaltsumwandlung selbst bezahlen, haben immer sofort einen Anspruch, der nicht verfallen kann. Sollte der Arbeitgeber plötzlich weniger oder gar keine Rente überweisen, sollten sich Arbeitnehmer sofort an den PSV wenden. AFP/eb