„Wer jetzt einen Bau finanzieren muss, kann sich freuen, weil wir den absoluten Tiefststand erreicht haben.“ Wer die Möglichkeit hat, erst Ende des Jahres zu bezahlen, könne ruhig noch warten. Denn wegen der Unsicherheit an den Finanzmärkten blieben die Hypothekenzinsen voraussichtlich bis zum Jahresende auf dem Niveau. „Wer noch Zeit hat, sollte in Ruhe die Zinsen beobachten. Wer jetzt schon zahlen muss, braucht aber auch nicht traurig zu sein“, sagt Herbst. „Wir haben eine super Situation.“ Auf weitere deutliche Rückgänge sollten Bauherren in spe aber nicht setzen. „Viel Luft nach unten ist nicht mehr.“

Bei beruflichem Umzug Doppelmiete absetzbar

Steuerzahler können die bei einem berufsbedingten Umzug anfallende doppelte Miete als Werbungskosten abziehen. Das entschied jetzt der Bundesfinanzhof (BFH) in einem Grundsatzurteil. Der Kläger hatte wegen eines Arbeitsplatzwechsels in einer anderen Stadt eine 165 Quadratmeter große Wohnung für sich und seine Familie angemietet. Frau und Kind zogen drei Monate später nach. Das Finanzamt erkannte aber nur anteilige Kosten für 60 Quadratmeter der neuen Wohnung für zwei Monate an. Zu Unrecht, stellte der BFH fest und entschied: Bis zum Umzug kann die Miete der neuen Wohnung voll abgesetzt werden und danach bis zum Ablauf der ordentlichen Kündigungsfrist die Miete der alten Familienwohnung (Az.: BFH VI R 2/11).

Fachzeitungen für Job beim Fiskus angeben

Ein Marketingspezialist kann 1200 Euro, die er für verschiedene Börsenzeitungen ausgegeben hat, als Werbungskosten abziehen. Wie die Zeitschrift Finanztest, Heft 10/11, der Stiftung Warentest schreibt, wies der Mann dem Finanzgericht München nach, dass er die Zeitschriften als Arbeitsmittel nutzte, um in seinem Arbeitsbereich notwendige Prognosen treffen zu können (Az.: 5 K 3379/08). Ein Hinweis der Finanztest-Experten: Wer Zeitschriften auch privat nutzt, sollte die Kosten aufteilen und den beruflichen Anteil abrechnen (Bundesfinanzhof, Az.: GrS 1/06, Az.: VI R 53/09).

Kartoffelchips als Dickmacher entlarvt

US-Forscher haben die knackigen, würzigen Kartoffelchips als gewichtigste Dickmacher identifiziert – mehr noch als Süßigkeiten, berichtet die Apotheken Umschau, Heft 09/11. Über 20 Jahre untersuchten demnach Wissenschaftler der Harvard Medical School das Gewicht von 120 000 Menschen und deren Ernährungsweise. Wer häufig Kartoffeln, zuckerhaltige Getränke, rotes Fleisch und Wurst verzehrte, wurde dicker. Am stärksten passierte das der Meldung nach mit viel Kartoffelchips. Wer dagegen öfter zu Gemüse, Vollkornprodukten, Früchten und Nüssen griff, nahm ab. Als idealer Dünnmacher erwies sich übrigens Joghurt.