Noch ist kein baulicher Handschlag für die Wiedererrichtung der Englischen Brücke über die Neiße gemacht und dennoch denkt Dr. Wolfgang Voß, Vorsitzender des Stiftungsrates der Fürst-Pückler-Stiftung, schon an die Einweihungsfeier. Die soll im Sommer 2011 stattfinden und "eine große Sache" werden. Auf Bundesebene solle der Park gezeigt werden, kann ja nur heißen, große Prominenz soll eingeladen werden. Doch bis dahin fließt noch einiges Wasser die Neiße hinab. Bis Mitte Mai soll die Ausführungsplanung für den Wiederaufbau der Brücke, die 1945 zerstört wurde, fertig gestellt sein. Sie wird sich dem historischen Vorbild anpassen. Gerade weil es ein länderüberschreitendes Bauwerk sei, sei der Abstimmungsbedarf mit Polen auch umfangreicher. "Ich denke, dass wir bis Sommer 2010 die Angebote eingeholt haben, um dann im August mit dem Bau beginnen zu können", so Voß kürzlich bei einem Pressegespräch in Bad Muskau weiter. Noch länger werden die Arbeiten an der Schlossgärtnerei dauern. "Hier beginnen wir im Juni mit den Abbrucharbeiten innerhalb der Gebäude", so Voß. Im Frühjahr nächsten Jahres sollen dann die Arbeiten außen folgen. Bis Ende 2011, Anfang 2012 werden die Arbeiten abgeschlossen sein, die den Bereich zwischen Orangerie und Schlossvorwerk erheblich aufwerten.Beide Maßnahmen werden aus Mitteln des Konjunkturpakets zur Förderung der Welterbestätten möglich.Mittel des Bundes und des Freistaates werden weiter in die Wiederherstellung des Neuen Schlosses gesteckt. Auch dort geht es in diesem Jahr bauseitig weiter. So laufen die Arbeiten am Westflügel, wo künftig einmal ein Café und weitere Ausstellungsräume geschaffen werden sollen. "Auch im Festsaal werden wir mit ersten Rohbaumaßnahmen beginnen. Dort wird ja jetzt nicht mehr die moderne Variante umgesetzt. Von der haben wir uns aus finanzieller Sicht verabschiedet", erinnert Voß. Ziel soll es weiterhin sein, das Schloss bis 2012 fertigzustellen.