Geburtstag des Kreisbauernverbandes Elbe-Elster am Freitag in Herzberg signalisierte er dringenden Gesprächsbedarf.

Mangelnde Motivation

Mangelnde Motivation der Lehrer, fehlende Zusammenarbeit mit den Betrieben, eine unglückliche Zuordnung der Landwirtschaft zur Abteilung Gastgewerbe nannte er als Schwerpunkte und formulierte die Überlegung, die theoretische Ausbildung nach Sachsen zu verlagern. Dieter Heyde appellierte an die Landwirte, dass sich noch mehr Betriebe dem Netzwerk anschließen sollten. Den Betriebsleitern legte er ans Herz dafür zu sorgen, dass die Lehrlinge entsprechend dem Ausbildungsplan die einzelnen Praxisbereiche durchlaufen.

Bewährtes Netzwerk

Die durchschnittlich besseren Ergebnisse der Lehrlinge, die im Netzwerk ausgebildet werden, bestätigen die Akteure in ihrem Kurs. “Was Landwirte selbst in die Hand nehmen, ist nachhaltig und funktioniert„, so Dieter Heyde. Lob fand er auch für die Zusammenarbeit mit dem Bildungsbüro des Landkreises. Bessere Kontakte zu den Schulen seien ein wichtiges Ergebnis.

Im Verbund von 25 Betrieben werden derzeit mehr als 50 Lehrlinge ausgebildet. Das Netzwerk hatte sich im August 2008 als freiwillige Initiative von der Basis gebildet, um den Fachkräftenachwuchs in der Landwirtschaft heranzubilden. Die Agrargenossenschaft Werenzhain, von der diese Initiative ausgegangen war, wurde beim Deutschen Bauerntag 2010 als Ausbildungsbetrieb des Jahres geehrt. Udo Folgart, der Präsident des Landesbauernverbandes Brandenburg, gratulierte den Elbe-Elster-Bauern am Freitag zur Qualität des dualen Systems, das die allumfängliche praktische Ausbildung im Verbund der Betriebe einschließt. Damit sei “deutschlandweit ein Wurf gelungen„.

Gute Aussichten

Die Aussicht auf eine Anschlussfinanzierung für das Netzwerk lässt auf die Fortsetzung der Erfolgsgeschichte hoffen. Derzeit, so informierte Dieter Heyde beim Geburtstag des Kreisbauernverbandes, werde im Ministerium an einer neuen Verbundrichtlinie gearbeitet. gb