Ein Bankräuber hat bei einem Überfall in Berlin am gestrigen Freitag einen 40 Jahre alten Angestellten als Geisel genommen. Drei Tage vor Heiligabend brachte der Mann den Bank-Mitarbeiter am Nachmittag in seine Gewalt. Der Geiselnehmer forderte eine große Summe Geld und freien Abzug. Noch in der Nacht war die Situation unübersichtlich.

"Das ist gefährlich, was hier passiert", sagte ein Polizeisprecher. Einsatzkräfte konnten jedoch mit dem Geiselnehmer telefonisch Kontakt halten. Die Polizei suche nach einer Lösung, um die Geiselnahme "konfliktfrei" zu beenden, sagte ein Sprecher. Etwa 20 Menschen konnten noch aus dem Bankgebäude fliehen.

Berichte, wonach der Täter mit einer Bombe drohe, bestätigte die Polizei bislang nicht. Schwer bewaffnete Spezialkräfte der Polizei sicherten die Filiale der Deutschen Bank ab. Das Gebiet in dem gutbürgerlichen Stadtteil Zehlendorf war mehrere Hundert Meter weit abgesperrt, auch der Verkehr auf einer zentralen Kreuzung wurde gestoppt. Rettungskräfte standen bereit. Die Polizei hielt sich bis in die Nacht mit Informationen aus taktischen Gründen zurück. "Wir sind jetzt im Moment in der Lage, die Situation bereinigen zu wollen, deshalb können wir Ihnen keine näheren Angaben zu dem Tatverdächtigen geben", sagte der Polizeisprecher am Einsatzort.