Das Bauwerk über die Eisenbahntrasse Cottbus – Dresden musste Ende September aus Sicherheitsgründen gesperrt werden.

Wer derzeit auf dem kürzesten Wege von der B 169 in den Bahnsdorfer Ortsteil Lindenfeld oder über den Flugplatz nach Welzow fahren will, hat schlechte Karten. Kurz hinter dem Zollhaus weist ein neu aufgestelltes Verkehrsschild auf eine Sackgasse hin. Wenige hundert Meter weiter verwehrt ein größerer Erdhaufen die Weiterfahrt. Selbst Radfahrer und Fußgänger müssen dort umkehren. Auf sie wartet ein mehrere Kilometer langer Umweg.

Grund für das Ungemach ist die Überführung über die Bahntrasse. Die wurde vor ein paar Tagen gesperrt. „Ein Gutachten sagt aus, dass die Verkehrssicherheit der Brücke gefährdet ist“, erklärt der Altdöberner Amtsdirektor Detlef Höhl. Anlass für das Gutachten seien Hinweise der Deutschen Bahn AG gewesen, dass von dem Bauwerk Teile abplatzen und den Schienenverkehr beeinträchtigen.

„In der Tat hat die Überführung einen kritischen Zustand. Aber ein Abriss steht nicht zur Debatte“, stellt Höhl klar. Ob das Bauwerk saniert wird oder ob es einen Neuaufbau gibt, sei derzeit noch völlig offen. Eine schnelle Lösung scheint unwahrscheinlich. „Wir stehen im Dialog mit den Verantwortlichen“, so der Amtsdirektor. Möglicherweise werde es ein weiteres Gutachten zur Zukunft der Brücke geben. Indes sind die Bahnsdorfer von der Sperrung wenig begeistert. „Zumindest als Fuß- und Radweg hätte die Überführung doch weiterhin dienen können“, sagt Simone Abt, Bürgermeisterin der Gemeinde Neu-Seeland. Inzwischen sei im Bahnsdorfer Ortskern eine erhöhte Verkehrsbelastung aufgrund des gesperrten Nadelöhrs merkbar.