Jahr seines Bestehens kehrt er damit zu seinen Wurzeln zurück.

Am 24. Oktober 1973 sind in Senftenberg zum ersten Mal der evangelische und der katholische Kirchenchor gemeinsam aufgetreten. Bachs „Ich will den Namen Gottes loben“ und Vulpius'– „Vater unser im Himmelreich“ erklangen im ökumenischen Gottesdienst.

Gut vier Jahre später brachten beide Chöre ihre erste geistliche Musik zu Gehör, unter anderem mit der G-Dur-Messe von Schubert. Geübt wurde damals noch getrennt, erst die letzten Proben vor dem Auftritt fanden gemeinsam statt, sagt Chorleiter Ulrich Stein. Er hat dieses Ehrenamt seit bald zehn Jahren inne.

Weitere drei Jahre später hatte Kantor Hammer von der evangelischen Kirche in Senftenberg die für viele Chorsänger „verrückte“ Idee, die ersten drei Kantaten des Weihnachtsoratoriums von Bach zu singen. Anfang 1981 begannen die gemeinsamen montäglichen Proben. Die meisten Sängerinnen und Sänger der beiden Kirchenchöre und viele sangesfreudige Frauen und Männer aus der Umgebung kamen regelmäßig. Der ökumenische Chor entstand und hatte am 28. November 1981 seinen ersten Auftritt mit den Kantaten 1 – 3 des Weihnachtsoratoriums von Bach.

Inzwischen liegen mehr als 170 Auftritte hinter dem Chor – bei Gottesdiensten und bei Konzertreisen. Letztere führten unter anderem nach Gdansk, ins Pantheon in Rom, in den Wiener Stephansdom, nach Dinkelsbühl, Rothenburg o.T, Nürnberg. Neben den drei romantischen Komponisten Robert Schumann, Franz Schubert und Felix Mendelssohn-Bartholdy standen vor allem Werke von Wolfgang Amadeus Mozart im Zentrum der Programme.

Derzeit zählt die evangelisch-katholische Sangesgemeinschaft 45 Frauen und Männer aus den beiden Senftenberger Kirchgemeinden und aus der Umgebung. Sonntag, 11. Dezember, 17 Uhr katholische Kirche, Senftenberg, Calauer Straße 1