. Angeklagt sind fünf Männer, darunter zwei Polen und drei Deutsche (zwei aus Hoyerswerda und einer aus Elsterwerda), die gemeinsam als Bande Autodiebstähle geplant, organisiert und durchgeführt haben sollen.

Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden, die aufgrund des Umfanges die Zuständigkeit für das Verfahren an sich gezogen hat, legt den Beteiligten den Diebstahl von 13 Transportern, acht PKW, fünf Motorrädern und einem Kleinbus zwischen März 2011 und April 2012 zur Last. Der Gesamtwert der Beute liegt bei etwa einer halben Million Euro. Hinzu kommen mehrere versuchte Diebstähle. Schwerpunkte der Bandentätigkeit waren der nordostsächsische und Südbrandenburger Raum. So entwendeten die Diebe in Schlieben einen VW-Transporter mit angehängtem Holzhäcksler, in Hoyerswerda einen Mercedes-Transporter und in Spremberg gleich einen ganzen Fuhrpark von vier Ford Transit des DRK.

Als Kopf der Bande gilt den Ermittlern ein 30-jähriger Pole, bei dem die Fäden im polnischen Lubsko unweit von Forst zusammenliefen.

Mittlerweile haben zwei von insgesamt 15 angesetzten Verhandlungsterminen stattgefunden. Beim zweiten Prozesstag am Montag sprach einer der Angeklagten, ein 41-jähriger Hoyerswerdaer, ausführlich über die Art und Weise der Zusammenarbeit innerhalb der Bande, die streng hierarchisch organisiert gewesen sei. Mit den Urteilen wird erst Ende März gerechnet.