: 18 UF 8/10), wie der Deutsche Anwaltverein mitteilt.

In dem Fall stellte sich nach der Heirat eines Paares heraus, dass der Ehemann während seiner ersten Ehe ein außereheliches Kind gezeugt hatte. Seine zweite Ehefrau erwirkte daraufhin die Aufhebung der Ehe. Der Mann ging in Berufung und beantragte Prozesskostenhilfe. Dies lehnten die Richter ab, weil sie keine Erfolgsaussichten dafür sahen. Gegenseitiges Vertrauen sei Grundlage für den Bestand einer Ehe. Daran fehle es von vornherein, wenn ein Ehepartner den anderen durch arglistige Täuschung zur Heirat bewege. Für Umstände, die für die Ehe von grundlegender Bedeutung sind, bestehe Offenbarungspflicht. Ein Partner müsse den anderen über voreheliche minderjährige Kinder vor der Eheschließung ungefragt informieren.