Die während der Ehezeit von beiden Partnern erworbenen Rentenansprüche werden zusammengezählt und anschließend durch zwei geteilt. Der Partner, der während der Ehe die höheren Ansprüche erworben hat, muss einen Teil abgeben; wer weniger verdient und entsprechend geringere Ansprüche erworben hat, bekommt vom Ex-Partner einen Teil dazu.

Ende 2010 profitierten nach Analysen der gesetzlichen Rentenversicherer, die dem Internetportal www.ihre-vorsorge.de vorliegen, mehr als 650 000 Ruheständler – überwiegend Frauen – von Rentenausgleichszahlungen. Durchschnittlich knapp 213 Euro in ihrer Rente stammten aus der Übertragung von Rentenansprüchen des ehemaligen Ehepartners. Umgekehrt musste etwa die gleiche Zahl von Rentnern Teile der Rente an den Ex-Partner abführen.

Für mehr als 2600 Rentner lohnte sich der Versorgungsausgleich besonders: Ihre Rente von durchschnittlich knapp 385 Euro stammt nur aus Ausgleichszahlungen des Ex-Ehepartners.

Eine persönliche Beratung zu den Auswirkungen der Scheidung auf die eigene Rente und eine Broschüre zum Versorgungsausgleich gibt es kostenlos bei jeder Auskunfts- und Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung. Eine Informationsbroschüre kann auch am kostenlosen Servicetelefon 0800 1000 4800 bestellt oder im Internet unter www.deutsche.rentenversicherung.de heruntergeladen werden.