Bei ihr und ihren Nachbarn suchen immer mehr kleine graue Pelzträger Unterschlupf. Sie gehen in die Falle – sogar in der Küche. Schädlingsbekämpfermeister Karsten Pech aus Hosena gibt trotzdem Entwarnung. Von einer Plage könne nicht gesprochen werden. „Es ist normal, dass die Mäuse im Herbst kalte Füße bekommen und sich ins Warme zurückziehen“, bleibt der Fachmann in Sachen krabbelnder, nagender und kriechender Plagegeister gelassen. Eine größere Population als in Vorjahren gebe es keinesfalls. „Die Lage ist vielmehr im grünen Bereich“, beruhigt Pech.

Die Grundstücksbesitzer bekommen es laut Pech oftmals mit der Feld-, Spitz- oder Brandmaus zu tun. Wenn es draußen kühler wird, suchen sie sich ein warmes Plätzchen. Und finden auch garantiert immer einen Weg ins Warme. Für die Nager ist es kein Problem, auf rauhem Putz Hauswände hinaufzuklettern und in Dachböden zu gelangen. Spitzmäuse klettern oft durch Lüfterschlitze in die Häuser. Ideale Zugänge sind auch nach Sanierungen nicht abgedichtete Rohrleitungen und Durchbrüche.

Überall, wo Futter für die kleinen Nager erreichbar ist, werden sie angelockt. „Mäuse lieben Äpfel, Plätzchen, Knäckebrot und überhaupt alle Getreideprodukte, erklärt Karsten Pech. Er rät daher, Vorräte in geschlossenen Behältnissen aufzubewahren. Wer Mäuse im Keller vermutet, sollte nach ihrem typischen Geruch schnuppern, nach Kotspuren Ausschau halten und bei angeknabbertem Gebäck aufmerksam werden. Mit einfachen Mausefallen könne der Laie die Lage oftmals schnell in den Griff bekommen. Bleiben die Fallen leer, sollte ein Fachmann zu Rate gezogen werden. „Mäuse stehen auf Schokoladencreme und Kondensmilch“, weiß Karsten Pech aus Erfahrung. „Das klappt immer.“ Mit Speck hingegen lassen sich längst nicht mehr alle Mäuse fangen.

Auch andere Geister beschäftigen die Schädlingsbekämpfer. Karsten Pech ist in Sachen Bettwanzen ebenso im Einsatz wie im Kampf gegen die Blauen Brummer. Bettwanzen werden häufig nach Urlauben eingeschleppt. Die großen Stubenfliegen sitzen oft in fetten Trauben in Jalousiekästen. An warmen Tagen kommen sie durch die Schlitze des Gurtbandes in die Zimmer.