"Das Gebäude war noch bis Ende der 70er-Jahre bewohnt. Als der Besitzer verstarb, ging das Haus an die Stadt", erzählt Silko Ai, der seit dem 31. Dezember vergangenen Jahres im Rahmen einer Kommunalkombistelle in dem Museum arbeitet. Etwa in den Jahren 1982/1983 habe die Stadt in dem alten Fachwerkhaus ein Museum eingerichtet. "Früher befand sich das Heimatmuseum in der alten Mühle von Wahrenbrück", weiß Silko Ai. Dort sei es im Jahr 1953 von der Arbeitsgemeinschaft "Junge Historiker" eröffnet worden und bis Anfang der 80er-Jahre untergebracht gewesen, sagt Silko Ai. In dem Heimatmuseum gebe es keine Wechselausstellungen, sondern nur Dauerpräsentationen. Die Besucher können sich auf eine breite Sammlung freuen, macht Silko Ai neugierig. Neben Gerätschaften aus dem Leben der Ackerbürger sind auch heimische Pflanzen, Tiere und Mineralien sowie alte Schuleinrichtungen zu sehen. Die bekanntesten Bürger von Wahrenbrück sind die Gebrüder Graun, die im 18. Jahrhundert lebten. Carl Heinrich Graun, der Jüngste der drei Brüder, war Kompositionslehrer und enger Freund Friedrichs des Großen. Er schrieb zahlreiche Musikstücke und ist Mitbegründer des Berliner Opernhauses, der heutigen Staatsoper Unter den Linden. Das Wahrenbrücker Heimatmuseum verfügt über ein Graun-Zimmer, in dem der Besucher Einblicke in das Leben von Carl Heinrich erhält. red/doh