Dann muss der Arbeitnehmer die entstandenen Aufwendungen aber entsprechend den verschiedenen Gruppen aufteilen. Beim Finanzamt darf er dann auch nur den Betrag angeben, den er für seine Gäste aus dem beruflichem Umfeld ausgegeben hat. Das entschied der Bundesfinanzhof (BFH) in einem am Mittwoch veröffentlichten Urteil (Az.: VI R 46/14).

Im konkreten Fall lud ein Arbeitnehmer Kollegen, Verwandte und Bekannte in die Stadthalle seines Wohnorts ein. Für die Feier gab es zwei Anlässe, seine Bestellung zum Steuerberater sowie seinen 30. Geburtstag im selben Jahr. Der Mann teilte die Aufwendungen, die für die Hallenmiete und die Bewirtung entstanden sind, auf und gab beim Finanzamt den Betrag als Werbungskosten an, der auf die dem beruflichen Bereich zugeordneten Gäste entfiel. Das Finanzamt akzeptierte dies nicht, die Richter des BFH gaben dem Kläger recht.