Petra Gastmeier, Direktorin des Instituts für Hygiene und Umweltmedizin an der Charité - Universitätsmedizin Berlin.

Verschiedene Studien aus vielen Ländern dazu haben ergeben, dass durchaus Bakterien und Pilze auf Geld zu finden sind. Allerdings sind das hierzulande vor allem Mikroorganismen, die die Haut ohnehin besiedeln, in der Regel aber keine Krankheiten verursachen, wie Gastmeier erläutert. In Indien beispielsweise seien aber auch multiresistente Erreger gefunden worden.

"Die Organismen finden sich mehr auf Scheinen als auf Münzen", sagt Gastmeier. Denn Münzen etwa aus einer Messing- oder Kupferlegierung seien leicht antibakteriell. Das ist bei dem Material auf Baumwollbasis, aus dem Scheine sind, anders. Als Konsequenz daraus gilt: "Wer viel mit Geld zu tun hatte, sollte sich die Hände waschen." Das gilt insbesondere vor dem Essen und vor der Zubereitung von Speisen.