Die Meisterei betreut im Oberspreewald-Lausitz- und im Elbe-Elster-Kreis insgesamt 28 Kilometer Bundes- und 276 Kilometer Landesstraßen.

Vom 1. November bis 31. März ist in der Straßenmeisterei Calau Winter. In diesen Monaten sind die Straßenmeister auf alle Wetter gefasst. Um 3 Uhr morgens beginnt eine der drei Schichten. „Bis dahin ist jeder Kollege Autofahrer wie jeder andere auch und muss bei Schnee und Eis zur Arbeit fahren“, sagt Jürgen Hänsel. Dann aber geht es los. Drei Lkw und drei Gerätewagen, die komplett als Streu- und Räumfahrzeuge umgerüstet sind, gehen auf die Piste. Von den mehr als insgesamt 300 Kilometern, die frei zu halten sind, führen allein 80 durch Ortschaften.

„Mit all den Mitteln, die uns zur Verfügung stehen, sind wir gut vorbereitet“, versichert Jürgen Hänsel. Gerechnet werden müsse jedoch auch beim Winterdienst. So sei es nicht mehr möglich, die Straßen begleitenden Radwege zu räumen. Solche Wege gibt es beispielsweise zwischen Vetschau und Suschow, zwischen Missen und Ogrosen, Boblitz und Lübbenau sowie zwischen Lübbenau und Ragow.

Für alle Straßen gibt es dagegen eine Rang- und Reihenfolge, nach der geräumt wird. „Die wichtigsten Landesstraßen sind die L 49 zwischen Vetschau und Lübbenau, die L 54 zwischen Calau und Vetschau, die L 53 zwischen Calau und Altdöbern sowie die L 52 zwischen Calau und Drebkau“, erläutert der Straßenmeister. Dort sei morgens und nachmittags der größte Berufsverkehr zu erwarten. Damit sei auch die Unfallgefahr auf diesen Straßen am höchsten.

Trotz alledem könne der Winterdienst nicht mehr so üppig wie noch vor Jahren gefahren werden – gespart werden müsse auch dort. Deshalb erwartet der Straßenmeister von den Autofahrern, dass auch sie sich auf die Witterungsbedingungen – wenn es denn soweit ist – einstellen. Randvoll mit Streugut sind die beiden Lager der Straßenmeisterei. „In Calau wie im Zusatzlager in Doberlug-Kirchhain lagern jeweils 1200 Tonnen Salz und Feuchtsalz. Im letzten Winter sind wir mit unseren Vorräten gut hingekommen“, sagt Jürgen Hänsel. Jeder Fahrer wisse, wie viel er an welchen Stellen zu streuen habe. Die Fahrzeuge sind zudem mit hochmoderner Computertechnik ausgerüstet, die zum Beispiel anhand der Belagstemperatur die erforderliche Streumenge ausrechnen kann. „Aber unsere Fahrer verfügen selbst über spezielle Kenntnisse“, erklärt er.